Die Evolutionen der Gedanken

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Hamilton´s Regel erklärt, warum es in einem System der gnadenlosen Konkurrenz, der Evolution, trotzdem Tiere gibt, die einander helfen. Und damit erfolgreicher sind. Sie erklärt sogar, warum „soziale Insekten„, wie Ameisen, Bienen und Wespen, sogar ihr eigenes Leben aufgeben, um ihre Schwestern zu schützen (ja, wirklich nur die Schwestern: Sorry, Guys!)

Das Geheimnis ist der Verwandtschaftsgrad, also der Anteil der übereinstimmenden genetischen Information.

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Keine Sorge, das wird kein Vortrag über Theoretische Biologie. Wie Ihr sicher wisst, bin ich der Begründer des Sozial-Lamarckismus und das ist seine Erweiterung.

Aber zurück zu den Bienen! Sie würden für ihre Schwester alles tun und das hat einen evolutionären Vorteil: Mit ihren Schwestern teilen sie nämlich dank einer besonderen Genstruktur 75% der Merkmale. Bei ihren Kindern wären es, wie alle wissen, die in Biologie damals aufgepasst haben, nur 50%.
Wenn die Biene also will, dass sich ihre Merkmale in der Welt verbreiten, dann macht es mehr Sinn der Schwester zu helfen oder sogar für sie das Leben zu lassen, als selbst Kinder zu bekommen.

Nun sind wir aber zum Glück an einem Punkt der Evolution gekommen, an dem sie sich selbst anfängt abzuschaffen: der Ära der Information. Es braucht nicht Millionen von Jahren bis sich die beste Art etwas zu tun durchsetzt. Wir können einfach miteinander reden. Und zwar im Jahr 2016 mit so ziemlich jeden Menschen der Welt.

Aus genetischer Auslese wurde die Evolution der Ideen.

Das ist sehr praktisch. Ich persönlich hätte keine Lust darauf zu warten, dass uns Flügel wachsen. Stattdessen gibt es Menschen, die ein Flugzeug erfunden haben und diese Information an den Rest der Menschheit weitergeben. Das spart uns diesen lästigen Kampf um das tägliche Überleben.

Aber was hat das jetzt mit Bienen zu tun? Wie Bienen ihre genetische Information weitertragen wollen, haben wir Ideen. Ideen, die uns begeistern. Ideen, die hinaus in die Welt müssen. Ideen, die unser aller Leben und Schicksal verändern könnten. Zum Glück sind wir meist mit diesen Ideen und Idealen nicht allein. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die sie teilen und leben. Und wie die Bienen müssen wir uns vernetzen und Teams bauen, wenn wir wollen, dass diese Ideen weiterleben. Ich rede von Demokratie, Menschenrechten und Freiheit. Diese Ideen kennen kein Alter, keine Herkunft und keine Religion. Sie sind überall zu finden, in der Theorie und in der Praxis. Und wir müssen sie stärken!
Das ist die Idee hinter Tip me! Menschen, die demokratisch und ökologisch arbeiten durch ein globales Trinkgeld unterstützen. Die gibt es nämlich überall und sie sollten zusammenhalten.

Es gibt aber auch eine andere Sache, die wir aus der Evolution der Ideen lernen können. Es gibt auch ideellen Inzest: Menschen, die sich nur mit Menschen ihresgleichen umgeben, sich immer nur gegenseitig bejahen und gratulieren und nie den Schritt in die echte Welt wagen. Das ist nämlich genauso schädlich für ein Ideal, wie Gleichgesinnte zu ignorieren. Die Idee verliert sich in sich selbst, verformt sich und hat nichts mehr mit der Realität zu tun. Es kann erfrischend und aufregend sein, wenn sich Ideen paaren. Deshalb studiere ich „Nachhaltige Unternehmensführung“, das Kind von Ökologie und BWL.

Und mal sehen, was daraus wird, wenn es mal groß ist.

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Stadt, Land, Flow- Es geht los!

Stadt, Land, Flow- Es geht los!

Wo liegt eigentlich das gute Leben? Wo liegt es für mich und die, Menschen die mir lieb sind? Große Fragen, die einem morgens um 5 beim Teigkneten durch den Kopf huschen. Denn von Tag zu Tag wuchs meine Liebe zur Kunst des Backens, dem unvergleichbaren Gefühl etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und Menschen damit glücklich machen zu können. Einzigartig und erfüllend. Der Meister im Betrieb plante schonmal meine Zukunft für mich: Ich sollte Bäckerlehrling werden. Es gäbe keinen besseren Ort für mich als die Backstube. 100% überzeugt war ich aber nicht.
Es ist zwar ehrliche, aber auch sehr harte Arbeit. Das allein macht mir nichts aus. Besser als ein Leben lang nur 9 to 5. Aber nur am Ofen zu arbeiten, würde mich auf Dauer auch nicht ganz erfüllen.

Das Gefühl ließ mich aber nicht los, dass es doch etwas in der goldenen Mitte geben muss. Ein Leben im Ausgleich und Abwechslung, in der perfekten Balance zwischen Kopfarbeit und Handwerk, das Beste aus beiden Welten.

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Und weil es so etwas noch nicht gab, habe ich es einfach selber gemacht.
Schritt 1: Freunden davon erzählen. Die waren voller Euphorie, haben Ideen beigesteuert und wollten sofort selber mitmachen. Meine Freundin kam schließlich auf den Namen „Stadt, Land, Flow“ . Seit Jahren kannte ich schon Tandemploy und war dann einfach mal so frech. Schritt 2: Ich habe in einer kurzen E-mail die Idee vorgestellt. Ein paar Tage später wurde ich direkt ins Büro eingeladen. Denn in dem Unternehmen für flexible Arbeit, dass seine Werte selbst lebt, wissen alle Mitarbeiter wie wichtig es ist, Talente und Leidenschaften auszuleben. Viele machen Musik. Fast alle Tische im Büro sind vom Team selbst entworfen, geschreinert und lackiert. „Hälfte Akten, Hälfte Acker“ stieß da auf volles Verständnis und viel Unterstützung. Gerade helfen sie mir z.B. dabei einen eigene Seite zu erstellen, damit mehr Menschen neugierig werden auf diese neue Art des Arbeitens.

Es ist ein wunderbares Gefühl, solche Unterstützung zu erhalten. Es zeigt mir, wie viele Menschen es gibt, die die goldene Mitte suchen. Viele Menschen wie mich. Denn der Weg in eine neue Richtung macht immer am meisten Spaß, wenn man ihn zusammen geht!

Mehr dazu?
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