Farbe fürs Weltbild!

Natürlich, Putin ist „eher blöd“, wie mein Nachbar sagen würde. „Der muss ganz schön große Komplexe haben, wenn der sich erst gut fühlt, wenn er Tiere abknallt.“ Und Truppen an seinen Grenzen verschiebt als wäre es „Risiko“. Aber seien wir ehrlich: Haben wir wirklich das Recht uns ernsthaft über ihn aufzuregen?
Warum beschuldigen wir ihn, das Minderheiten zu unterdrücken, wenn das nicht demokratisch gewählte Regime in Kiew zum Teil aus Antisemiten besteht. Warum rügen wir ihn, dass er Homosexuelle und damit die Menschenrechte nicht respektiert, wenn doch grade in Ägypten die größte Massenexekution an Oppositionellen ohne jegliche juristischen Grundsätze bevorsteht. Wie können wir ihm vorwerfen, dass er Völkerrecht breche, wenn noch immer die Falkland-Inseln als letzte Kolonie der Welt unter englischer Besatzung stehen. Auch Journalisten von Al-Jazeera und aus Australien müssen sich auch bei Verhandlungen behaupten, die weltweit als politisch motiviert angesehen werden. Warum sollen wir nur Russland sanktionieren, wenn in der Türkei ein Staatschef regiert, der genau so autoritär ist und das Recht auf Meinungsfreiheit mit Füßen tritt. Alle Kritik an Russland scheint lächerlich solang die U.S.A. nicht auf Guantanamo verzichten können.
Wenn wir internationale Konflikte wie die Krim-Krise in Zukunft verhindern wollen, müssen wir erst unsere eigenen klären. Und das beginnt damit unser Weltbild mit ein bisschen mehr Farbe auf zu hübschen.
Quellen:
verlinkt

Die Extra-Tofuwurst

Hey Leute!
Druckfrisch, extra für euch!
Jeder kennt ihn. Alles sitz gemeinsam, gut gelaunt am Tisch; doch es schein ein Gesetz des Universums zu sein, dass immer mindestens einer dieser Vegetarier dabei sitzt und nicht aufhören kann darüber zu reden, wie bescheuert alle anderen doch seien, dass sie Fleisch essen. Ich glaube, es gibt keine andere politische Vereinigung, keine fanatische Sekte oder sonst irgendeine Gruppierung, die sowohl so viele militante Mitglieder und als auch Gegner hat. Und so entflammt bei einem entspannten Essen leicht mal eine Diskussion darüber, wie alle am Tisch ihr Leben zu führen haben und so die Flammen die gesamte Gesellschaft ergreifen und erst durch einen radikalen Themenwechsel zu löschen sind.
Versteht mich nicht falsch! Ich bin selbst Vegetarier und es gibt tausend gute Gründe einer zu sein. Aber bei diesen Leuten, die Vegetarier sind, um ihr Vegetarier-dasein verkünden, kriege sogar ich Hunger auf ein Steak.
Und genau da liegt das Problem! Wegen Leuten wie euch und den Erfindern dieses geistreichen „Vegi-Day“s sieht jeder Durchschnittsbürger den Verzicht auf Fleisch als Akt der Selbstaufopferung, als Ende jeden Genusses. Dabei sind, wenn wir alle ehrlich sind, neun von zehn unserer Lieblingsspeisen vegetarisch. Ich habe die Ferien vegan gelebt und so gut gegessen, wie noch nie!
Immer wieder werde ich gefragt: „Kannst du das essen?“ Ich kann alles essen, was ich will. Ich persönlich esse kein Fleisch, weil ich der Meinung bin, dass wir erst die Menschen, dann die Tiere füttern sollten. Andere wollen nicht, dass für sie getötet wird. Das sind alles gute Gründe*. Aber um sich besonders zu fühlen? Wirklich?
Statt zu nerven könntet ihr doch etwas vegetarisches kochen und alle am Tisch wären mindestens genau so glücklich.
(*Fleischproduktion ist der größte Faktor für Umweltverschmutzung von allen! 36% des Getreides und 70% des Sojas werden an Tiere statt an Menschen verfüttert! Bei der Produktion von einem Kilo Fleisch werden 15.500 Liter Wasser verbraucht! 65% der Neurodungen im Regenwald geschehen um Tierfutter anzupflanzen!)
Quellen:
Gedächtnis

Warum nur Filme kritisieren?

Hallo Leute!
Kleinere Spoiler, aber viel Spaß!
Wir waren heute mit der Schule im Kino. Da musste es natürlich ein pädagogisch wertvoller Film sein. Und da wurde kurzerhand und völlig undemokratisch entschlossen: „12 years a slave“ und es waren 120 Minuten voller Tränen. Die permanenten Peitschenhiebe und Schicksalsschläge hatte zwei Gruppen geformt: Die, die beschlossen ihre schulfreie Zeit auf Facebook und Co. zu verbringen und die, denen es einfach die Sprache genommen hatte. Er war frei, doch die Sklaverei ging weiter. Kein motivierendes Schlusswort nichts. Nur Bilder des Schmerzes. Und wie sich zwei Gruppen ergaben, ergaben sich auch zwei Botschaften:
Nach 400 Jahren von Gesetzen ohne Recht, von Unterdrückung und Ausbeutung haben wir endlich einen schwarzen Präsidenten. Wie wir entsetzt in die gar nicht all zu entfernte Vergangenheit blicken, werden kommende Generationen die Ungerechtigkeiten unserer Zeit verstören. Die erste Botschaft ist also die Hoffnung. Diese wird oft missverstanden als: „Ist doch eh alles nicht mehr so.“
Doch die zweite Botschaft ist ein Appell: Noch immer leben wir in einer Welt voller Ausbeutung. Die Handys, die ihr in euren Händen haltet, wurden unter Bedingungen hergestellt, die denen im Film gar nicht so unähnlich sind. Und nur weil euch das Gesetz erlaubt bzw. ermutigt alle 18 Monate ein neues Hightech-Produkt zu kaufen, heißt das nicht, dass es euer Recht ist.
Der Film hatte weder Appell, noch Happy End. Doch wenn wir den Appell finden, könnte unsere Geschichte ein Happy End haben.

Warum nur Filme kritisieren?

Hallo Leute!
Kleinere Spoiler, aber viel Spaß!
Wir waren heute mit der Schule im Kino. Da musste es natürlich ein pädagogisch wertvoller Film sein. Und da wurde kurzerhand und völlig undemokratisch entschlossen: „12 years a slave“ und es waren 120 Minuten voller Tränen. Die permanenten Peitschenhiebe und Schicksalsschläge hatte zwei Gruppen geformt: Die, die beschlossen ihre schulfreie Zeit auf Facebook und Co. zu verbringen und die, denen es einfach die Sprache genommen hatte. Er war frei, doch die Sklaverei ging weiter. Kein motivierendes Schlusswort nichts. Nur Bilder des Schmerzes. Und wie sich zwei Gruppen ergaben, ergaben sich auch zwei Botschaften:
Nach 400 Jahren von Gesetzen ohne Recht, von Unterdrückung und Ausbeutung haben wir endlich einen schwarzen Präsidenten. Wie wir entsetzt in die gar nicht all zu entfernte Vergangenheit blicken, werden kommende Generationen die Ungerechtigkeiten unserer Zeit verstören. Die erste Botschaft ist also die Hoffnung. Diese wird oft missverstanden als: „Ist doch eh alles nicht mehr so.“
Doch die zweite Botschaft ist ein Appell: Noch immer leben wir in einer Welt voller Ausbeutung. Die Handys, die ihr in euren Händen haltet, wurden unter Bedingungen hergestellt, die denen im Film gar nicht so unähnlich sind. Und nur weil euch das Gesetz erlaubt bzw. ermutigt alle 18 Monate ein neues Hightech-Produkt zu kaufen, heißt das nicht, dass es euer Recht ist.
Der Film hatte weder Appell, noch Happy End. Doch wenn wir den Appell finden, könnte unsere Geschichte ein Happy End haben.