In Syrien eingreifen?

Hallo Leute!
Ein kontroverses Thema.  Ich interessiere mich sehr für eure Meinung!

Euer Joda!

Manchmal tut mir unsere Elterngeneration schon leid. Ich habe seit einem Monat kein Internet bei mir zu hause. Sie wussten in meinem Alter gar nicht, was das ist. Informationen mussten sie sich Informationen mühsam aus Zeitungen und Gesprächen filtern. Das könnte ich gar nicht. Deshalb sitze ich jetzt in einer mexikanischen Bar zwischen russischen und deutschen Pubertierenden, die ihr Wochenenderlebnis nicht den restlichen Besuchern vorenthalten wollen. Alle versuchen verzweifelt sich über das Indi-Geplänkel im Hintergrund und das Quietschen der leicht aus dem Takt auf und ab hüpfenden Waschmaschinen hinweg zu setzen. Ein großes Durcheinander also, aber es gibt W-Lan. Meine Cola wird von Sekunde zu Sekunde wärmer, die ich in den Bildschirm starre. Denn noch viel größer ist das Durcheinander im Internet und in meinem Kopf. Mit dem Titel „Deutschland ziellos“ beschwert sich die Zeit über die fehlende Klarheit in der Außenpolitik. Die taz beklagt das Verschwimmen der Fronten von Gut und Böse. Über eines sind sich alle einig: dass alles unklar ist. Auch wer den Giftgas-Anschlag am vergangenen Mittwoch ausgeübt hat, wird nicht geklärt werden. Dafür haben die Inspektoren der UN kein Mandat. Wenn tatsächlich der Einsatz von Massenvernichtungswaffen von wem auch immer nachgewiesen werden kann, zeigt das nur etwas, das schon längst klar ist: Der Bürgerkrieg in Syrien hat längst dämonische Dimensionen angenommen. Schon lange haben ethnische Fragen und Rachefeldzüge die politischen Beweggründe verdrängt. Schon lange geht es nichtmehr um gute Rebellen gegen das böse Regime, wenn es je darum ging. Und schon lange gibt es keine klare Lösung mehr. Ein militärisches Einschreiten ist nur bei klaren Verhältnissen sinnvoll. Deshalb lasset uns nicht wieder kalter Krieg spielen, die Stellvertreter weglassen und alle versteckten Akteure an einen Tisch bringen. Denn wir haben in den letzen Jahren gesehen, dass man mit rollenden Köpfen keine Stabilität erlangt. Apropos Kopf. Ich geh mal nach hause ins letzte Zeitalter. Akku ist auch bald leer.

Quellen: siehe oben

welt.de

tagesschau.de

nzz.ch

http://www.tagesschau.de/ausland/syrienreaktionen102.html

Every step you take I´ll be watching you!

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.“ Sagte George Orwell, der Autor des Buches „1984“ in dem die Bürger einem alles überwachenden Staat, dem „Big Brother“, terrorisiert werden.
Heute hatte ich mit einigen Freunden eine Diskussion, ob es nicht früher einfacher war, Rebell zu sein. Damals als es noch Stasi-Staat und eine verklemmte Gesellschaft, einen klaren Grund zum rebellieren. Der gestrige Tag beweist das Gegenteil!
Um 8.05 wurde die Reisezeit des 28-Jährige David Miranda spontan um knappe 9 Stunden durch die britische Polizei verlängert. Widney Brown von Amnesty International betonte es gäbe „einfach keine Grundlage für die Annahme, David Michael Miranda sei eine Bedrohung für das Vereinigte Königreich.“ Er hatte nur das Pech, zufällig Lebensgefährte Glenn Greenwalds zu sein. Der Reporter des Guardian hatte Edward Snowden dabei geholfen, seine Informationen auszuwerten und zu veröffentlichen. Allein diese Verbindung stellt für den britischen Staat eine Terrorgefahr da. Ich will das noch mal wiederholen: Allein der Fakt, dass Miranda mit einem Journalisten, der seinen Job richtig macht (siehe oben), zusammen ist, ermächtigt den Staat zu einer Verhörung von beinahe 9 Stunden ohne richterliche Anordnung, ohne automatisches Recht auf einen Anwalt und ohne Recht zu schweigen.
Für mich zeigt das genau eins: dass wir, die wir das Recht zu schweigen haben, dadurch jetzt auch die Pflicht haben zu sprechen. Damit der Staat hört, dass wir keinen „Big Brother“ wollen. Damit alle hören, dass es einen Grund zu protestieren gibt. Damit wir unsern Kinder sagen können, dass George Orwell eine Utopie geschrieben, nicht die Zukunft erahnt hat.
Und es gibt Wege, Demos und Aktion uns Gehör zu verschaffen. Ich zum Beispiel fänd es eine gute Idee unter dem Titel „Wir haben nichts zu verbergen“ einfach bei ALLEN E-mail Obama in den CC zu setzen. Aber es gibt viele Kreative und sie sind nur einen Klick entfernt. Und was ist schon das Schlimmst, was passieren könnte?
Quellen:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-08/greenwald-miranda-heathrow
http://www.amnesty.org/en/news/uk-detention-guardian-employee-heathrow-unlawful-and-unwarranted-2013-08-18
http://www.taz.de/Kommentar-britische-Sicherheitsbehoerden/!122118/
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/northamerica/usa/10251337/Greenwald-UK-will-be-sorry-for-detaining-partner.html

Once a week, leave out the meat?

Hallo Leute!

Eigentlich nerve ich euch ja nicht gerne mit meinem Vegetariertum, aber darüber habe ich mich so aufgeregt.
Es kann gut sein, dass das Deutsch an einigen Stellen noch hapert. Das liegt daran, dass ich grade aus Argentinien zurück bin. Unter der Umstellung in Zeit und Temperatur hat der Blog ein bisschen gelitten. Das tut mir Leid! Kommt nicht wieder vor.
Euer Joda
Eigentlich ist die Idee nichts Neues. Seit Jahren wirbt Paul McCartney für den Meatless Monday. Doch der Vorschlag der Grünen an einem Tag in der Woche Fleisch in Kantinen doch mal weg zu lassen, war für Rainer Brüderle dann aber trotzdem zu revolutionär.  „Was kommt als nächstes: Jute-Day, Bike-Day, Green-Shirt-Day?“ fragte er zynisch. Auch unsere Bundesernährungsministerin betonte wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist. „Da gehört Fleisch dazu.“ Das überraschte mich ein wenig. Einerseits weil sich dies eine komplette 180° Wende in Aigners Einstellung darstellt. Die hatte sich nämlich 2009 auf der Grünen Woche für eine Reduzierung des Fleischkonsums zum Schutz der Tiere und der Biodiversität ausgesprochen. Andererseits weil man ja davon ausgehen kann, dass die Ministerin für Ernährung auch etwas von Ernährung versteht. Vielleicht ist das ja auch zu viel verlangt.
Beide Politiker beriefen sich auf die Idee der Freiheit, die sie schützen wollten. Jeder Mensch könne selbst entscheiden, was er wann essen wolle.

Das kann er natürlich! Doch nur auf einer soliden Informationsgrundlage. Deshalb würde ich die Ministerinn freundlich auffordern, doch bitte für eine aufgeklärte Diskussionsgrundlage zu sorgen, damit die Verbraucher sich wirklich frei entscheiden können. Ein aufklärendes Plakat in Mensas und Kantinen würde auf jeden Fall den Fleischverbrauch senken und auch der Idee Brüderles von Freiheit und Liberalität nicht widersprechen.
Quellen:

verlinkt
faz