Summen für Summen

Hallo Leute!
Heute ist internationaler Tag der Tiere! Also alles Gute Biene Maja!

Euer Joda!

Ein kleiner Schritt für die Politik, einer großer Schritt für die Menschheit? Von den draußen Demonstrierenden befeiert, beschloss die EU-Kommision am Montag das erste Pestizidverbot, das sich über einen ganzen Kontinent ausstreckt. Der Einsatz von 3 Insenktenabwehrmittel, Neonikotinoiden, wurde für den Zeitraum von 2 Jahren verboten. Das Gesetz versucht gegen das beunruhigend schnelle Verschwinden von Bienenschwärmen vorzugehen. Seit 2006 ist in den U.S.A. z.B. die Bienenbevölkerung um 30-40% zurückgegangen.

Doch ob die nun von der von der Kommision eingeleiteten Maßnahmen wirksam sind, wird von vielen Seiten bezweifelt. Der EU-Pressesprecher Roger Waite räumte ein, dass die Pestizide nicht die einzige Ursache für das „Bienensterben“ zu sein scheinen. Veränderung in der natürlichen Umgebungen sind laut Kritikern bedeutende Einflüsse. Doch für die EU sind die Neonikotinoide ein ausreichend wichtig, um sie zu verbieten. Da sich das Nervengift jedoch in den Böden angereichert hat, warnen Umweltschützer davor, zu falschen Schlüssen zu kommen. Es ist wahrscheinlich, dass die Reste der Chemikalien das Erholen der Bienen erschweren. Entlastet werden sie jedoch auf jeden Fall. Aber das nicht nur die Bienen, sondern auch jegliche andere Parasiten.

Deshalb kritisiert der Landwirt Andrew Barr das Verbot. Da es an klaren Beweise befehlt, sieht er die globale Nahrungsversorgung einer unnötigen Gefahr ausgesetzt. Bei einer Nahrungsmittelproduktion für 13 Milliarden Menschen sehe ich da keine akuten Bedrohung.
Ich finde das Gesetz nicht nur in sich, als Schritt richtig. Viel mehr erfüllt mich die Richtung des Entschlusses mit Hoffnung. Es ist wie IPBA-Präsident Walter Haefeker sagte ein „sehr großer Schritt in die richtige Richtung.“Ich würde der brüllenden Bande in Bienenkostüm Beifall spenden. Doch realistisch gesehen ist dies nur zu einem geringen Teil ihr Erfolg. Denn seien wir ehrlich: diese Entscheidung wurde nicht wirklich um des Naturschutzes Willen getroffen. Statt Gefühlen waren harte Fakten das Fundament dieser Entscheidung. 22 Milliarden Euro verliert die EU schätzungsweise wegen des Bienensterbens. Ohne die Fleißbienchen gibt es nämlich kaum Bestäubung und damit auch keine Ernte.
Dass die EU allein des Profits wegen ein Gesetz entwirft, aber nicht um dich doch so süßen Bienen zu schützen ist zwar irgendwie hart, doch liegt genau darin eine klare Chance. Das Parlament ist in unserem System nunmal auf eine bestimmte Wirtschaftlichkeit ihrer Beschlüsse angewiesen. Es ist wie so vieles eine Frage des Kompromisses. Und in dem Falle, dass sich sich Moral und Markt gegenüberstehen, wird sich die Mehrheit der Parlamentsmitglieder meist für den Markt entscheiden. Das ist ein unveränderlicher Fakt. Ob in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft wird sich die Masse für die economischere Lösung entscheiden. Die Menschheit dafür zu hassen hat keinen Sinn. Stattdessen können wir dieses nie nachlassene Streben nach dem eigenen Wohlergehen ausnutzen in dem wir es mit dem Wohl der Gemeinschaft und der Umwelt übereinstimmen lassen.
Das hat hier geklappt. Bienen zu schützen ist moralisch und wirtschaftlich richtig. Und schon sehen sich schnell Kräfte vereint, um  eine Lösung zu schaffen. Es könnte alles so einfach sein!

Dieser Artikel wurde mit der Hilfe von Charlotte Arndts geschrieben.

Quellen:

verlinkt

werner lampert

derhonigmannsagt.wordpress.com

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Nachbeben in Boston

Hallo Leute!
Ein wenig konstruktive Kritik wär super!
Euer Joda!

Der unnatürliche Tod eines Bekannten muss ein schreckliches Gefühl sein. Ich hoffe, dies nie selbst erleben zu müssen und wünsche dies auch keinem. Um zehn vor 3 beendete ein Bombenanschlag beim Marathon in Boston das Leben 3 Personen, den Alltag ihrer Familien und Freunde und das gemütliche getümpel einer ganzen Gesellschaft. Vereint starrte die Nation der U.S.A. auf die Bildschirme. Von Newsflashs und 9/11-Flashbacks geblendet, versetzte sich das ganze Land in Shock-Starre, wie ein Reh bei einem herrankommenden Auto.
Nach dem Angstschweiß entfachte sich ein Wissensdurst. Alle wollten erfahren, wer für diese Gräueltaten verantwortlich war. Und die Medien leckten Blut. Jedes Blatt auf der Jagd nach der aktuellsten Nachricht; deren Richtigkeit litt darunter enorm. Mal war der Täter schwarz mal weiß, mal noch auf der Flucht, mal schon festgenommen. Die Meldungen auf Twitter, in Blogs und im Fernsehen überschlugen sich, stolperten über ihre kurzen, schlecht recherchierten, Beine.
Doch nicht nur die Wahrheit litt unter dem Handelsdruck. Als dann schlussendlich einer der Tatverdächtigen gefangen nommen wurde, kam es zur Entrüstung vieler Menschenrechtsorganisationen zur Verweigerung mehrer Grundrechte. Nachdem der ältere Bruder Tamerlan von einer „nicht zu zählenden“ Anzahl an Kugeln von Polizeikräften getötet wurde, bleibt Dschochar Zarnajew als einziger Lebendiger. So schnell wie möglich wollten die Behörden über Tatverlauf und mögliche weitere Pläne erfahren. Ohne ihm das Recht auf einen Anwalt oder zu schweigen vorzulegen, fragten sie ihn trotz schwerer Schussverletzungen am Halse aus.
Nun wird dem Verdächtigen jedoch von einem Anwalt beistand geleistet. Auch hat das Weiße Haus beschlossen Zarnajew, da seit einem Jahr U.S.-Bürger ist, nicht vor dem Kriegsgericht zu verurteilen. Für viele zu viel Zuneigung für den Falschen, für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Denn wenn, nicht nur die U.S.A., sondern jedes Land der Welt, in seinen fundamentalen demokratischen Werten angegriffen wird, darf die erste Reaktion nicht sein, genau diese Werte über den Haufen zu werfen. In Gegenteil sollten wir uns nochmal darauf besinnen, was uns doch alle vereint: „All men are created equal.“
Dieser Artikel wurde mit der Hilfe von Luise von Below geschrieben.
Quellen:

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Monsanto im US-Kongress

Hallo Leute!
Ich bin ganz schön stolz auf den hier. Ich hoffe er gefällt euch auch!
Euer Joda!
Wochenende! Ein morgentlicher Mate und die Hoffnung mich über Weltgeschehnisse informieren zu können. Stattdessen: Harhar-Unfälle und den SPD-Slogan. Na super! Noch nicht mal Journal21 schreibt was außergewöhnliches. Dabei haben sich doch einige meiner Freunde doch so schön über das „Monsanto-Schutzgesetz“ aufgeregt. Offenbar ist Justin Bieber wichtiger. Naja.

Ans recherchieren:

Das „Monsanto-Schutzgesetz“ heißt offiziell HR 933 Sektion 735 und besagt grundsätzlich, dass vor einem juristischen Unterlassungsgesuch genetisch verändertes Saatgut frei geplanzt werden darf.

HR 933! Klingt bedrohlich. Nach Spezialeinheiten aus Zukunftsvisionen, nach einstudieren Kommandos an uniformierte Massen, für mich zumindest. Und auch die „Story“ aus dem Amerikanische Kongress klang nach Sci-Fi. In letzter Minute wird ein schnörklich formuliertes Kläuselchen in das Haushaltspaket gezwengt und von vielen Politikern angeblich ungesehen angenommen. Und als dann die Gegner von genmanipulierten Organismen(GMOs) Alarm schlagen will es keiner gewesen sein. Nun schreiben mehrere Quellen den Gesetzesanhängsel dem Republikaner Roy Blunt zu, dem Monsanto eine Unterstützung von fast 65 tausend US-Dollar für seine Kampagne zur Verfügung gestellt hat.

David Bier will hier Mythen von Fakten trennen und behauptet, die GMO-Gegner würden völlig überreagieren. Es ging in dem Gesetz garnicht darum, wie der Spitzname es vermuten lässt, Monsanto zu schützen. Stattdessen wäre die Absicht des „Riders“, Bauern der Vereinigten Staaten von Amerika dabei zu helfen zeitaufwendigen Kontrollen zu überspringen, da ja sowieso 85-90% der Planzen als ungefährlich eingestuft werden würden. Außerdem ginge es darum, die Essensversorgung der U.S.A. zu sichern.

Dazu möchte ich sagen, dass
1. Die Menschheit Essen für 13 Milliarden Menschen produziert, sodass die Nächstenliebe der von Monsanto gesponsonten Salvadores hier wirklich nicht angebracht ist

2. das Anplanzen von ungetesteten Pflanzen auf keinen Fall immer positiv für die Bauern ist. Von möglichen Gesundheitsrisiken mal ganz abgesehen zeigt dies ein Bespiel, dass erst 7 Jahre her ist. In dem besagten Fall wurde der nichtgetestete Reistyp LibertyLink in Nordamerika angesät. Schnell verbreitete es sich über das ganze Land, das jedoch unbemerkt. Als eine Studie dann völlig unerwartet Spuren des gesundheitsschädlichem LibertyLink in Reis aus verschiedenen Regionen wiederfand, stoppten die E.U. und Japan sofort die Einfuhren. Bauern konnten ihre Ernte nicht mehr exportieren, die Gewinne brachen um eine Milliarde US-Dollar ein. Die Konzerne dagegen hatten die Sprossen schon verkauft. Fälle wie diese werden mit der Deregulierung häufiger auftreten, da die Sprossen vor einer Untersagung der Gerichte frei angeplanzt werden können. So wird ihr Erbgut schon weit verbreitet sein, bevor nach den gewöhnlichen 6 Monaten möglicherweise gefährliche Produkte vom Markt genommen werden. Und die Konsequenzen werden immer am stärksten die Anbauer betreffen.

Und das sind nicht die einzigen Effekte, die für die Zivilgesellschaft und Ökonomen schädlich, aber für Großkonzerne Gewinn bringend sein werden. In einem Fachgespräch mit Al-Jazeera erklärt  Tom Philpott, Korrespondent für Essen und Agrikultur „Mother Jones magazine“ den sogenannten Teufelskreis des Unkrauts. Der Evolutionslehre Darwins folgend wird, nachdem die GMOs künstlich gegen eine Substanz resistent gemacht werden, macht die natürliche Selektion das ihrige und schon nach wenigen Generationen sind Bauern aus ein neues Mittel angewiesen. Da meist die Produzenten des Saatguts auch Pestizide produzieren, ist dies ein „Failure“ als Geschäfftsmodel. Monsanto und co. generieren hier eine Abhängigkeit und das nicht nur in den U.S.A., aber dazu mehr an einem anderen Tag. Eine fragwürdige Strategie.  Genauso fragwürdig wie die Sicherheit von GMOs. Eine Studie aus Frankreich zeigte, dass nach mehreren Generationen Mäuse die mit genetisch Verä derter Nahrung gefüttert wurden, eher zu tumoren fürhten. Diese wurde jedoch aus von vielen Wissenschaftlern in ihrer Fachlichkeit angezweifelt. Kritisiert wurde die Untersuchung unter anderem für ihre ungewöhnlich lange Studiendauer. Doch liegt genau dabei das Risiko und das untersuchungswürdige. Die natürliche Variation hat über Milliarden von Generationen die heutigen Planzen so gezüchtet wie sie sind. Jetzt von einem Tage auf den anderen Gene zu verändern könnte Risiken bergen. Könnte! Muss nicht!
Ja, schon klar! Doch selbst das kleinste Risiko muss ausgeschlossen werden, bevor eventuell gefährliches Erbgut sich über ganze Kontinente verbreitet. Doch genau das könnte nun geschehen, wenn  HR 933 aus dem vorrübergehenden Reformpaket in das wirkliche Gesetzbuch geht. Einige Monate bleiben, eine Lösung zu finden. Die Bürger der U.S.A. als Laborratten zu benutzen, wäre nicht mein Favorit!

Quellen:
verlinkt
ibtimes.com
infowars.com
USDA

Die Frau aus Stahl

Hallo Leute!

Ich werd bald einen Artikel über die Unterschiede zwischen Argentinien und Deutschland. Wenn ihr irgendwelche spezielle Themen hören wollt, dann stehen euch wie immer die Kommentare zur Verfügung.

Ich hoffe der heutige gefällt euch.
Euer Joda!

Ich wollte eigentlich garnicht über dieses Thema schreiben. Die komische Angewohnheit große Persönlichkeiten erst nach ihrem Tod wirklich zu bewundern finde ich eigentlich nicht wirklich unterstürztenswert. Aber als ich heute, nach einem Thema suchen, die Nachrichten durchging, gab es kaum andere Optionen.
Und vielleicht zurecht ein solcher Nachruf, fast Nachbeben. Margaret Thatchers hat eine sich in den Abgrund träumende englische Gesellschaft wach gerüttelt und gespalten. Und hat sich damit einen Platz in der Erinnerung von vielen erlangt, sogar von mir, der ich sie nie im Amt gesehen habe. Sie hat sich einen Film, eine eigene Ära, sogar einen eigenen „ismus“ verdient. Denn sie war eine ganz besondere Persönlichkeit. Als Statist geriet sie „gegen alle Wahrscheinlichkeit“, wie es Cameron ausdrückte,in das Amt der Oppositionsführung. Durch Radikalität ging ihr Weg steil nach oben. Und in ihrer Kariere hat es an nichts gefehlt was es zu einer Hauptrolle braucht: soziale Reformen, Konflikte mit Rebellen, ein Krieg, wenn er auch nur Tage dauerte. Und damit bleibt sie für immer.

Reaktionen aus aller Welt kamen auf die Nachricht über ihren Tod. Und schon jetzt ist sie eine Symbolsfigur. Obama komentierte: Dass sie als erste weibliche Ministerinn Englands unseren Töchtern gezeigt habe, dass „es keine Decke aus Glas gibt, die nicht gebrochen werden kann.“ Vor allem nicht, wenn man aus Stahl ist.

Doch diese Unzerbrechlichkeit die viele so bewundern, sei es gegen Feinde aus Übersee, dem eigenen Land oder sogar aus den eigenen Reihen, ist meiner Meinung nach nicht so bewundernwert. Beachtungswert auf jeden Fall, doch vorallem, weil die unbrechbare Überzeugung gefährlich seien kann. Vorallem in so mächtigen Positionen kann Kompromisslosigkeit verheerende Folgen haben. Und diese hat sie auch am Ende ihr Amt gekostet!

Der Rückblick photoshoppt die Vergangenheit, dass wissen wir alle. Es war doch immerhin die Frau aus Stahl, nicht aus Gold.
Quellen:
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Mit der Hilfe von Charlotte Arndts geschrieben.

Korea-Krieg 2.0 ?

Hallo Leute!
Habt ihr irgendwelche Themen die ich mal besprechen soll? Lasst es mich wissen.
Euer Joda!

Als Kim Jong Un das Amt des „obersten Führers“ Nordkroreas antrat, wurden viele Erwartungen auf ihn gesetzt. Viele erhofften sich eine Verbesserung, optimisten sogar eine Lösung, im Konflikt mit Südkorea. Doch seit dem Dezember 2011 haben die Drohungen gegen die kapitalistischen Nachbaren und „Gegner“ in keinem Maß nachgelassen. Im Gegenteil. Trotz strenger Sanktionen werden Tests für Sateliten und Raketen, die atomare Sprengköpfe tragen können, durchgeführt. Durch ein Militärmanöver beunruhigt, droht Kim Jong Un den U.S.A und Südkorea mit einem nuklearen Erstschlag. Die darauf folgenden Sanktionen der UNO bringen ihn dazu den am  27. Juli 1953 unterzeichneten Waffenstillstandsvertrag aufzuheben. Er erklärte den offiziellen Kriegszustand. Präventiv schickte nun die U.S-Regierung Bombenflugzeuge zu ihren kapitalistischen Verbündeten. Doch wie der Direktor der Mansfield Foundation in Washington erklärte, sieht er in der Kriegserklärung Südkoreas keine große Neuigkeit. Auch das weiße Haus erklärte, dass „diese Ankündigungen einem schon bekannten Muster folgen“. Marmot´s Hole sagt, er glaube nicht, dass Kim Jong Un absichtlich einen Krieg beginnen würde. Dass er dies unabsichtlich anstellt sieht er als schon wahrscheinlicher. Denn für den Augenblick sieht es so aus, als ob der „oberste Führer“ sich nur einmal beweisen will. Ein wenig Poker, um sich im In- und Ausland ein wenig Respekt zu verschaffen. Kritisch wäre es nur, wenn er dies mit wirklichen militärischen Aggressionen unterstützen würde, wie es der Ex-Vorsitzender von House Homeland Security und Republikaner Peter King befürchtet. Auch die Präsidentin Südkoreas Park Geun Hye sieht offenbar eine Wahrscheinlichkeit, dass es sich nicht bloß um hohle Drohungen handelt. Sie versprach auf promt und strickt zu reagieren und befahl dem Militär dafür „ohne Rücksicht auf jede politische Erwägungen“ auf Angriffe zu antworten.

Oft wird dieser Konflikt ja als eine Auseinandersetzung zwischen der undemokratischen Militärdiktatur und dem vom Volke gelenkten Kapitalismus dargestellt. Doch schon in der jahrtausendalten Geschichte von Troja werden die Auswirkungen von unbehemmter Wut beschrieben. Wenn also statt dem Parlament die Militärs die Macht über diesen Konflikt bekommen, wenn also die Demokratie das erste Opfer des Koreakriegs 2.0 wird, siegt vielleicht am Ende Südkorea, doch auf keinen Fall die Demokratie.
Doch noch ist es nicht dazu gekommen. Jetzt können wir beweisen, wie diplomatisch wir selbst sind.

Quellen:

verlinkt

wikipedia

tagesschau