Und dann kam Sandy

Hallo Leute!

Ich war gestern am Artikel schrieben als mich plötzlich der Schlaf übermannte. Das passiert mir sonst nie!

Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht Übel und euch gefällt der Artikel auch ein bisschen später.

Euer Joda!

Das ganze Land war in den Wahlkampf vertieft. Mit kaum mehr als einer Woche bis zum Gang zur Urne war die Tour der zwei Kandidaten schon längst durchgeplant. In den Swing-Staates sollten sich sowohl Obama als auch Romney die letzten Stimmen raffen. Doch wurden die beiden Milliarden-Kampangen durch etwas erschüttert, das keiner erwarten konnte.

Montag Nacht, Ortszeit, schlug Sandy ein. Bäumeausreißend bahnte der Hurricane seinen Weg über die nordamerikanischen Ostküste, überschwemmte dabei die U-Bahn New Yorks und nahm mittlerweile schon 33 Menschenleben mit sich. Jetztsehen sich nicht nur die Bürger der U.S.A. mit neuen Problemen konfrontiert, auch die Anwerber für das Präsidentschaftsamt  müssen jetzt beweisen, dass sie in der Lage sind, Krisen zu bewältigen. Obama wechselt laut dem Spiegel nun „vom bedrängten Wahlkämpfer zum Sturm-Präsidenten„.

Schnell wie selten rückte Hilfe an. Romney verteilte, natürlich von Medien begleitet, Wasserflaschen und Obama versicherte sofort, jeder Komune zu helfen. Der Präsident steht nun unter Zugzwang. Schon teilte das Weise Haus via E-mail mit, dass es mehr als 3.500 Mann stationieren werde, die unteranderem Essen und Decken verteilen werden. Denn der Präsident muss nun aktiv wirken, sich als erhabenen Manager der Krise präsentieren. Wenn er dies nicht schafft , könnte wird ihn das gleiche Schicksal ereilen, wie seinem Vorgänger. Als George W. Bush durch sein spätes Handeln sich für die 1800 Toten mitverantwortlich machte, wurde sein Ruf unheilbar beschädigt. Der kleinste Fehler vor der Präsidentschaftswahl am 6. November wird von Romney ausgeschlachtet werden und wird Obama also eine weitere Amtszeit kosten. Besteht er dagegen diese schwere Herausforderung, kann er als Dank weitere 4-Jahre im Weißen Haus erwarten, da sich die Nordamerikaner in Krisenzeiten oft zu ihrem Präsidenten bekennen. Allerdings gibt es auch Theorien, die besagen, dass die außergewöhnliche Situation Wähler davon abhalten wird, für Obama oder überhaupt zu wählen.

Auch wenn es für mich es interessant ist, über die Auswirkungen nachzudenken, auch wenn ich finde, dass jeder der Toten beklagenswert ist, findet, nach meiner Wahrnehmung, ein solches Naturphänomen in der „1. Welt“ mehr Beachtung. So habe ich wage von der Dürre von am Horn von Afrika gehört, habe das Erdbeben von Täbris bei Recherchen gefunden, wurde jedoch von den „Sandy“-Informationen erschlagen, dass ich kaum ein anderes Thema finden konnte. Die Toten, die bisher geborgen wurden und die noch kommen werden, sollten wir also als Menschen betrauern. Nicht weniger und nicht mehr. Sie sind wahrscheinlich einige der ersten Opfer des Klimawandels, da dieser offenbar „Sandy“ von einem Lüftchen zum Jahrhundertsturm mutieren lies. Die Erderwärmung ist ein globales Problem, das wir gemeinsam ertragen müssen und nur gemeinsam ertragen können. So sollten wir also die Kategorien der Armen und Reichen, Hellen und Dunklen sprengen, um uns auf wirkliches Handeln zu fokussieren und allen zu helfen, die Hilfe benötigen.

Quellen:

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Die 3. US-Debatte

Hallo Leute!

Ich hab heute die Debatte via Livestream gesehen, das heißt eigentlich nur 2/3, weil alle 3 Sekunden das Video hängen blieb. Falls ich also etwas falsch aufgenommen habe, könnt ihr es mir ruhig sagen.

Ich bin auf der Suche nach Innenpolitischen Themen und habe mir auch die anderen Ideen zu Herzen genommen. Vielleicht werde ich darüber in der nächsten Zeit schreiben, es kann aber sein, dass ich dann erst aktuelle Themen veröffentliche.
Ich hoffe der Artikel heute gefällt euch! Wenn nicht, würde es mich freuen, wenn ihr mir sagt, wieso.

Euer Joda!

15 Tage bleiben den US-Bürgern. 15 Tage um sich zu entscheiden, wem sie die Führung über ihr Land für 4 lange Jahre anvertrauen. Für den Präsidenten und seinen Herausforderer sind es 15 Tage, in denen sie jeden noch freie Stimme für sich gewinnen müssen. Heute war das letzte der 3 Fernseh-Duells, bei dem sie zum letzten Mal ein Publikum von so vielen Millionen Bürgern erreichen konnten. Hoch war die Spannung, denn diese Wahl ist so ausgeglichen wie schon lange keine mehr. Der anfängliche Vorsprung Obamas bröckelte nach der ersten Fernseh-Debatte, sodass die beiden Kandidaten in einigen Umfragen aus 47%-Punkten lagen, bzw. liegen. Die zweite Diskussion konnte der Amtsinhaber jedoch leicht zu seinem Vorteil gestalten. Doch alles in allem gilt die Stimmung als ausgeglichen. Dem entsprechend scharf war die Rhetorik.

Obama wies auf einige Meinungswechsel seines Herausforderers hin und meinte provozierend, dass „wenn Sie eine Meinung zu etwas vorlegen, liegen Sie falsch“. Schroff erwiederte Romney, dass Kritik an seinem Charakter „keine Agenda“ seien.

Das grundsätzliche Thema der Diskussion sollte die nordamerikanische Außenpolitik sein, doch ließen sich die Kandidaten es sich nicht entgehen sich auch über die Wirtschaft in die Haare zu bekommen. So ging es neben dem „zunehmendem Chaos“, wie Romney die Situation im nahen Osten beschreibt, und der möglicherweise nuklearen Bedrohung durch den Iran auch über die Finanzprinzipien im generellen. China wurde als Konkurrent dargestellt den es zu schlagen gilt. Romney will dies mit seinem magischen 5-Punkte Plan schaffen. Obama stellte diese Politik jedoch als veraltet dar und gab an er würde sich für mehr Investitionen in Bildung und erneuerbare Energien, sowie höhere Steuern für Reiche einsetzen. Der Gouverneur jedoch, sieht Steuerkürzungen vor.

Auch in der Außenpolitik sind die Ansätze verschieden. Die Position Amerikas als der „schwächelnde Weltpolizist“, wie sie Johannes Kuhn bezeichnet, sah Romney als Konsequenz des milden Umgangs des Präsidenten an. Dass der Iran „jetzt näher an Atomwaffen als vor vier Jahren“ liege an der fehlenden Stärke des Amtsinhabers. Dagegen pries Obama, dass Amerika jetzt sogar stäker sei, als zu dem Zeitpunkt, an dem er die Führung über das Land erhalten hätte. Nicht durch härte, sondern dadurch, dass er neue Bündnisse geknüpft hätte, die ja schließlich zu gemeinsamen Sanktionen gegen den Iran geführt haben. Der Präsident konterte und warf dem Gouverneur wegen seinem Umgang mit Russland eine „Außenpolitik der 80er Jahre“ vor.

Romneys Politik will der USA zu alter Stärke, wirtschaftlich und politisch, verhelfen. Obama hat es jedoch für mich geschaft diese alt aussehen zu lassen. Sein Nordamerika könnte eventuell schwächer sein, doch dafür nicht auf die Kosten der Umwelt, sei es die ökologische oder soziale. Doch auch das Amerika Romneys könnte dem Wohl aller dienen.

Nun haben die beiden Kandidaten 15 Tage, um ihre Bürger davon zu überzeugen, dass ihr Amerika die bessere Wahl ist, um sich so Tinte für 4 Jahre in den Geschichtsbüchern der (meiner Meinung nach) spannendsten Zeit bis jetzt zu sichern.

Quellen:

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aljazeera

tt.com

Strompreise: nicht zu hoch, doch zu hoch oder gar zu niedrig?

Hallo Leute!

Hier hat es ca. 30 Stunden lang geregnet, sodass jetzt jeder „Bürgersteig“ die Konsistenz von Kartoffelpüree hat. Dementsprechend hatte ich viel Zeit zum nachdenken und ihr werdet vielleicht in nächster Zeit einige Essays bekommen.
Ich hoffe der Artikel heute gefällt euch!

Euer Joda!

2013 soll die EEG-Umlage von bisher 3,59 Cent auf 5,28 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das würde den durchschnittlichen deutschen Stromkunden ca. 60 € im Jahr kosten.

Um die wird jetzt im politischen Berlin natürlich schwer gestritten. Besonders die FDP sieht sich berufen, nach Entlastung der Abnehmer zu schreien. Dazu forderte der FDP-Parteichefs und Wirtschaftsministers, Philipp Rösler den Umweltminister Altmaier auf die Stromsteuer zu senken. Dies wies der Bundesumweltminister zurück, er gab aber an, dass Eneuerbare Energien Gesetz (EEG) neu formulieren zu wollen.

Die Opposition sieht hier den Versuch, der Industrie nach zu geben. Von den Grünen wird stattdessen gefordert, große Konzerne auch an den Kosten der Energiewende zu beteiligen. Dem endgegenkommend, hat Altmaier angekündigt, die Entlastung von Firmen von der Stromsteuer zu überdenken. Damit lässt er sich jedoch bis nach den Wahlen Zeit. Die Entlastung gibt es dann eventuell nur noch für diejenigen, die sich gegen die Konkurrenz aus dem Ausland durchsetzen müssen. Hans Jessen von der tagesschau bezweifelt jedoch, dass dies tatsächlich einen großen Unterschied für den Stromkunden machen wird. Dagegen behauptet Tritin, dass mit der Unterlassung der Hilfe für Schlachthöfe und Banken „die Verbraucher sofort um vier Milliarden Euro entlastet“ werden würden.

Doch wie sich Werner Eckert von der  SWR-Umweltredaktion beklagt, gehen diese Argumente oft von falschen Tatsachen aus. Denn die 1/3 der Mehrkosten entstehen durch gestiegenen Brennstoffkosten aus, 1/4 durch politische Beschlüsse. So sind es also nur 5/12 der 60 €, (sprich 25€) die vom Ökostrom verursacht werden.

Also ist die Energiewende gar nicht so teuer. Leider nicht ganz wahr, denn laut Hans Jessen entstehen durch den dringen erforderlichen Ausbau der Stromnetze, neue Kosten von 30€. Auf den ersten Blick hat man jetzt also fast um 100€ höhere Kosten als im Vorjahr. Shockierend, aber auch motivierend.

Denn die unangenehm längere Stromrechnung könnte den ein oder anderen dazu bewegen, über Wege nach zu denken seinen Verbrauch zu reduzieren. Mit der von Bernhard Pötter von der taz geforderten Abwackprämie für alte Kühlschränke würde es viel mehr Sinn haben, sich neue, effektivere Geräte zuzulegen. Ideal für alle Parteien wäre es, wenn sich so der Verbrauch Stück für Stück, entgegen dem Strompreis nach unten bewegt. So würden die Ausgaben konstant bleiben und man müsste an den Renten o.ä., sondern an seinem CO2-Ausstoß kürzen.

So gesehen: Die Energiewende muss nicht teuer sein, könnte sie aber ruhig!

Quellen:

verlinkt

rp-online.de

focus.de

taz

Merkel macht Stimmung

Hallo Leute!

Heute trotz Schlafmangel ein Artikel für euch!

Ich hoffe er gefällt euch!
Euer Joda!

Fliegende Steine und brennende Fahnen werden offenbar bei der Ankunft Merkels in Athen erwartet. Ihr Besuch im „Krisenland“ nehmen viele Bürger Griechenlands zum Anlass der lange aufgestauten Wut Luft zu machen. So fanden sich heute auf der Straße nicht nur arbeitslose Väter und verzweifelte Jugendliche, sondern auch Rentner und Senioren um gegen die Kürzungen im Sozialsektor zu demonstrieren.

Und viel muss die Kanzlerin einstecken. Offenbar ist es in den Monaten der Krise zu einer Art Sport geworden, sich über die „mächtigste Frau der Welt“ lustig zu machen. Auf Covern ist sie in Nazi-Uniform zu sehen, wurde vom „Proto Thema“ mit „Heil“ begrüßt und Demonstranten fordern ein 4. Reich zu verhindern.

Doch all diese Schläge sind kaum etwas im Vergleich zu dem, was die griechische Bevölkerung einstecken muss. Die Einsparungen von 13,5 Milliarden Euro führten zu massiven Entlassungen von Beamten und Kürzungen in sozialen Bereich. 25% der Griechen sind ohne Arbeit, jeder 2. Jugendliche hat keine Arbeit. Und all dies offenbar gleichgültig von griechischen Regierungskoalition hingenommen. Und die will die Bundeskanzlerin jetzt auf ihrem Besuch bestärken?
Allerdings. Sie hat nämlich kaum eine andere Wahl. Um ihre Pläne durchzusetzen muss Merkel diese Koalition erhalten, denn eine Alternative gibt es im politischen Parteienspektrum für sie nicht. Und auch von einem Austritt Griechenlands, den viele sowohl in Deutschland als auch in Griechenland fordern, hat sie sich offenbar distanziert. Die Schuld dafür, „dass der Eindruck entstanden ist, ein Rausschmiss Griechenlands oder ein Wegbrechen Griechenlands aus der Eurozone löst die Probleme“ sieht Andrea Nahles bei der Kanzlerin, die sich ihrer Meinung nach nicht früh genug für ein Verbleib geäußert hat. Doch ich persönlich würde die Verantwortung an mangelnder medialer Aufbereitung sehen. Denn bei einem solch komplexen Thema sollten wirkliche Experten klare Fakten präsentieren. Ich persönlich sehe mich nur von Überzeugungen überrumpelt.

Der Chef der Unions-Fraktion Volker Kauder mahnte zum Beispiel Griechen hätten erst die Auflagen zuerfüllen, bevor es neue finanzielle Wohltaten gibt. Stattdessen forderte die Grünen-Chefin Claudia Roth, dass Merkel unter jeglichen Umständen Griechenland zu helfen hat und bezeichnete Kauders Äußerungen als „neo-chauvinistische, anti-griechische Töne“. Für mich klingt das wie Eltern, die streiten, ob das Kind jetzt den Teller leer zu essen hat, bevor es Nachtisch gibt.

Die Griechen aber wollen erwachsen sein und für sich selbst entscheiden. Lautstark werden viele dies sicher trotz des weiträumigem Versammlungsverbotes kundtuen. Doch ob das den Kurs der Kanzlerin erweicht, bleibt abzuwarten.

Quellen:

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tagesschau

aljazeera

Wahl mit 16 ?

Hallo Leute!
Heide wollte wissen, wo die politische Diskussion in Argentinien grade steht. Vielleicht werde ich dazu einen ganzen Artikel schreiben, aber da ich noch nicht allzu viel verstehe lässt sich das erstmal gut hier zusammenfassen.

Generell lässt sich sagen, dass bei den Jugendlichen in meinem Umfeld Politik fast nie ein Thema ist. Unter den Erwachsenen herrscht allgemeiner Groll bis Hass auf die gegenwärtige Präsidentin. Es gab in letzter Zeit mehrere große Demonstrationen. Die richten sich vor allem gegen die mangelnde Sicherheit, die zur Zeit im Land herrscht.

Dass es in Europa eine Wirtschaftskrise gibt, ist den meisten hier völlig unbekannt. Aber bevor ihr urteilt: wusstet ihr, dass es von 1998-2002 in Argentinien massive Probleme mit der Wirtschaft gab, die zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems und einem unglaublichen Anstieg der Armutsrate führte? Von dem, was ich mitbekommen habe, sieht sich Südamerika einwenig als Insel. Da es genug Probleme hier gibt, fehlt das Interesse sich mit anderen Kontinenten zu beschäftigen.
Denn das Vertrauen in die Politik fehlt. Doch dies ist ein Thema, dass wir auch in der Schule besprochen haben:

In den argentinischen Medien wird grade besprochen, ob das Wahlrecht über das Amt des Präsident an 16-Jährige vergeben werden sollte. Hier ist meine Meinung:

Die Adolescens ist eine schwierige Zeit für Jugendliche. Es ist die Zeit in der sie den Weg für ihr weiteres Leben festlegen. Sie entdecken was sie können, legen fest was sie wollen. Sie erlangen neue Unabhängigkeit. Viele können mit dieser jedoch nicht umgehen, nehmen Alkohol und andere Drogen, kennen ihre Grenzen nicht. Ich bin sicher, dass ihr Beispiele aus eurem Umfeld kennt. Sicherlich sollten diese Jugendlichen nicht das Recht haben über unsere Zukunft zu entscheiden. Sie können sicherlich nicht erkennen, ob ein Politiker die Wahrheit spricht. Sie werden sicher alles glauben, was die Politiker ihnen versprechen. Sie haben natürlich nicht die nötige Erfahrung, um über so wichtige Sachen zu entscheiden.

Sicher haben SIE das nicht! Aber Sie sind nicht alle.

In Berlin leistet das Kinder- und Jugendparlament Charlottenburg-Wilmersdorf seit dem Jahre 2003 großartige Arbeit. Jede Schule aus diesem Bezirk kann hier einen Stellvertreter wählen. Mit ein wenig Hilfe haben die Parlamentarier allein in den Jahren, in denen ich Mitglied war, Flyer designt und verteilt, eine Reise nach Ungarn zu einem ähnlichen Projekt gemacht und diverse Plätze in Berlin mit gestaltet. Natürlich verstehen nicht alle ihr Glück. Viele reden nur. Viele wollen einfach nicht zur Schule gehen. Doch auch gibt es viele, die die Chance ergreifen. Für viele ist das Parlament der Funken, der das politische Interesse entfacht. Für viele ein Werkzeug, das Feuer weiterzutragen.

Doch nicht alle haben solch ein Glück. Kinder aus anderen Teilen Berlins, aus anderen Städten und Ländern. Viele meiner Freunde wollen sich politisch einbringen, doch sehen keine Mittel. Sie haben politische Energie, die sie nicht nutzen können. Sie haben verstanden, dass die Welt braucht und wollen diejenigen sein, die diese herbeiführen. Doch die Motivation vieler verpufft in der als Reibungswärme, wenn nicht sogar -hitze, auf den langen Wegen zu demokratischen Auslebung. Da die meisten sich nicht ernstgenommen sehen, bleibt Politik, die man besoffen am Sonntag Morgen bespricht. Oder nicht demokratische Vereine schaffen es, diese Motivation zu nutzen.

Denn sie ist leicht zu manipulieren. Durch ihre mangelde Erfahrung fällt es ihnen schwer die Wahrheit in den Aufgeblähten Gebilden der Politker und Medien zu filtern. Und dies ist das Argument, dass ich kaum entwerten kann: Denn in der Pubertät findet ein kompletter Neuaufbau des Gehirns statt, sodass Jugendliche für jede Art von neuen Ideen offen sind. Dass der mentale Schutzwall noch nicht so hoch ist, wie bei den verknöcherten Erwachsenen, macht sie sowohl inspirier- und verführbar. Doch traurigerweise ist diese Verführbarkeit allein eine Eigenschaft von Jugendlichen.

Zwar wären die in meinem Freundeskreis, die sich für Politik interessieren, meiner Meinung nach durch aus in der Lage zu wählen, doch machen diese sowohl nach Statistiken als auch meinen Erfahrungen nur einen kleinen Teil der Jugendlichen aus. Ich glaube, dass die Vergabe des Wahlrechts durchaus das Interesse in die Politik schüren könnte, doch sollte die Zukunft ganzer Länder nicht der Ort sein, um  sich die ersten Kanten abzustoßen.

Meiner Meinung nach würde ein ähnlicher Effekt durch das Inslebenrufen eines Jugendparlamentes in jeder Stadt mit mehr als 1 Millionen Einwohner eintreten. Die Jugendlichen würden lernen ihre Meinung zu definieren und vorzutragen und zugleich in die demokratischen Prozesse eingeführt, die das Volk beherrschen muss, um die Macht bei sich zu halten. Wir alle wissen, dass die Jugendlichen unsere Zukunft sind. Mit demokratischer Bildung können wir den Wandel, der in den nächsten Jahrzehnten stattfinden muss, in die richtige Richtung weisen.