Rebellen in Syrien

Hallo Leute!

Heute sehr kontroverses Thema über das es sich wirklich zu diskutieren lohnt (*mit dem Zaunpfahl wink*).

Ich hoffe ihr habt Spaß am Lesen.

Euer Joda!

Der Widerstand gegen das Regime von Baschar Hafiz al-Assad hat viele Menschenleben gekostet. Jüngst erregte das Blutbad von Tremseh mit bis zu 250 Toten großes Aufsehen. Es gibt einige Beweise und Augenzeugen für den Einsatz von schweren Geschützen. Zwar wurden diese laut UN-Beobachtern „gegen bestimmte Gruppen und Gebäude vor allem von Armee-Deserteuren und Aktivisten“ gerichtet, doch ist der Einsatz von solchen Waffen nicht akzeptabel. Schon seit Wochen sprechen die Medien von einem Bürgerkrieg, der türkische Ministerpräsident Erdogan sogar von einem „versuchten Völkermord“.

Daher forderten unter anderem viele Mitglieder der UNO ein militärisches Eingreifen. Solang die Veto-Macht Russland jedoch jegliches Eingreifen mit Gewalt ablehnt, ist dies nicht in Sicht. Es wird deshalb versucht, Russland umzustimmen, mit „Elemente(n) von Erpressung“, wie der Außenminister Russlands Sergej Lawrow findet. Offenbar wurde gedroht, Russland nicht mehr an der Beobachter-Mission teilhaben zulassen, wenn sie ihren Kurs weiter so strickt verfolgen.

Denn ich teile die Skepsis über die Wirksamkeit von Gewalt. Ich habe bis vor ein paar Wochen noch an den Plan Annans geglaubt.

Denn wir müssen bedenken: wenn wir militärisch eingreifen, kämpfen wir nicht nur gegen Assad, sondern vor allem für die Rebellen. Das klingt jetzt erst einmal nicht allzu tragisch, doch ist zu beachten, dass viele vom Bild der Medien verblendet sind. Wie schon im Krieg gegen Afghanistan wird ein klares, einfaches Bild geformt. Die Guten gegen die Bösen. Die Demokratie gegen das brunnenlose, frauenverschleiernde Übel. Nun ist es gespiegelt. Die selbstlosen, freiheitsliebenden Rebellen gegen die personifizierte Unterdrückung Assad.

Doch weder das Regime noch die Demonstranten kann man auf ein so klares Motiv herunterspielen.  Vereint hat die Rebellen der Hass gegen das Regime und den Willen, diesen mit Gewalt auszudrücken. Jedoch muss man immer bedenken, dass jeder Demonstrant, jeder Rebell eine andere Motivation, eine andere politische Gesinnung und daher auch ein anderes politisches Ziel hat. Daher ist es naiv, alle Demonstranten für freiheitsliebende Märtyrer zu halten. Wie in jeder Strömung gibt es Feiglinge, Mitläufer und Neider. Wie in jeder Strömung gibt es verschiedene Vorstellungen. Jede einzelne Bildet eine Scherbe, die die Medien zu einem Mosaik der Rebellen zusammenkleistern. Doch bei einer so wichtigen Entscheidung, ob wir die Rebellen unterstützen oder die Syrer selbst über ihr Schicksal entscheiden lassen, ist ein genauerer Blick unabdingbar.

Währenddessen geht der Krieg in Syrien weiter und Teile sowohl von Opposition als auch vom Regime eine friedliche Lösung ablehnen, wird das Blut der Bürger Syriens, ob bewaffnet oder nicht, weiter fließen.

Quellen:

al-jazeera

stern

spiegel

tagesschau

rt.com

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Ein Gedanke zu “Rebellen in Syrien

  1. Toller, gelungener Artikel!
    Endlich mal was anderes, als diese Medienhetze á la „Die sind gut, die sind böse!“. Außerdem versteht endlich mal jemand meinen Standpunkt, dass Russland nicht die Diktatoren unterstützt, sondern (im Gegensatz zu manch anderen Ländern) nachdenkt, bevor da Soldaten auf Teufel komm raus hingeschickt werden.

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