EM in der Ukraine

Hallo Leute!

Heute ein kontroverses Thema, zudem ihr euch gern in den Kommentaren äußern dürft.

Ich freu mich wie immer über Kommentare und Likes.

Viel Spaß!!!

Euer Joda.

Am 8. Juni soll die EM in der Ukraine offiziell beginnen.

Doch die miserable Behandlung politischer Gefangener und andere Missstände im Gastgeberland stellen ganz Europa jetzt vor eine schwierige Entscheidung. Die ehemalige Premierministerin Timoschenko und andere leiden offenbar an gesundheitlichen Beschwerden.

Auf einmal scheinen sich alle Politiker die Frage zu stellen, ob es überhaupt richtig ist, zur EM zu erscheinen und so indirekt die Menschenrechtsverletzungen gut zu heißen.
Joachim Gauck setzte ein klares Signal indem er seinen Besuch für Mitte Mai absagte. Die Präsidenten aus Tschechien, Slowenien und Österreich taten es ihm gleich. Laut seiner Sprecherin Pia Ahrenkilde Hansen wird EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso nicht erscheinen. Auch Angela Merkel zog einen Boykott in Frage.

Hingegen teilte der Kulturminister Dänemarks Uffe Elbæk jedoch über Facebook mit, dass er trotz Bedenken persönlich teilnehmen werde.

Thomas Bach, der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, hält einen Boykott für „ebenso sinn- wie erfolglos“. Er machte dies an früheren Boykottversuchen fest.

Der momentan herrschende politische Druck hat es nicht geschafft Menschenrechtsverletzungen, wie Räumung von Studentenwohnheimen für Zuschauer der EM, zu stoppen. Es ist in der Tat fraglich, ob ein Boykott dies unterbinden könnte.

Ich persönlich finde, dass dieses Event schon einen politischen Unterton haben muss. Sport und Politik sollten und können nicht mehr so getrennt, wie zuletzt im Bahrain, werden. Ein wenig Hype um Menschenrechte ist da schon angebracht.

Da ein Boykott aller Politiker voraussichtlich nicht statt finden wird, wird ein Boykott der Kanzlerinn wahrscheinlich eher die Beziehung beschädigen, als politischen Wandel in der Ukraine einzuleiten. Stattdessen sollten sich Politiker und Spieler klar für Menschenrechte und Meinungsfreiheit aussprechen. Und vielleicht sollte die FIFA das Austragungsrecht beim nächsten Mal an härtere Bedingungen knüpfen. So können sich nur Länder, die elementaren Werte unserer Gesellschaft anerkennen im Licht der EM-Aufmerksamkeit sonnen.

focus.de

spiegel.de

tageschau.de/kommentar

taz.de

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Hollande gewinnt 1.Runde

Jubel bricht in den sozialistischen Lagern aus, als die ersten Ergebnisse der Wahl bekannt werden.

Das Endergebnis lautet:

Hollande 28,6%

Sarkozy   27,0%

Hollande bezeichnet den Ausgang der Wahl als „Klatsche“ für dem amtierenden Präsidenten.

In der Tat hat der Herausforderer Hollande mit diesem Ergebnis eine realistische Chance die Stichwahlen am 6. Mai zu gewinnen und damit der erste sozialistische Präsident von Frankreich seit 1988 zu werden.

Entscheidend ist dafür, ob Hollande es schafft die seit Jahrzehnten zerstrittene Linke zu vereinen.

Die Stimmung im Land spricht für Hollande. Viele Bürger Frankreichs sind Sarkozy leid. Sie wollen Veränderung. Hollande versucht diese zu personifizieren. Der Linkskandidat Jean-Luc Mélenchon und die Grünen Politikerin Eva Joly rieten dazu gegen Sarkozy bzw. für Hollande zu stimmen.

Doch auch Sarkozy will jetzt all seine Energie einsetzten um weitere Wähler hinter sich zu bekommen. Da bei den Nichtwählern (Wahlbeteiligung ca. 80%) wahrscheinlich nicht viel zu holen ist, versucht Sarkozy Stimmen bei den rechten Parteien zu fischen. Die nationalistische „Front National“ hatte das beste Ergebnis in der gesamten Parteigeschichte eingefahren und ist damit für Sarkozy eine ergiebige Quelle neuer Stimmen. Deshalb hatte der Präsident direkt strengere Grenzkontrollen und Verbrechensbekämpfung versprochen. Doch ob die Vorsitzende  Le Pen der „Front National“ ihren Wählern vorschlägt für Sarkozy zu stimmen bleibt offen.

Hollande sagte sein Feind sei die Finanzwelt. Mit einem Sieg der Sozialisten können wir uns also wahrscheinlich auf eine stärkere Regulierung der Märkte und Rating-Agenturen einstellen, was meiner Meinung nach längst überfällig ist.

Hollande könnte den Wechsel bringen, der Europa in den letzten 7 Jahren gefehlt hat.

Doch hat er zwei schwere Wochen vor sich, bis zu „schönen Sieg.“

Quellen:

verlinkt

arte.tv

zeit.de

tagesschau.de

Frühjahrsoffensive in Kabul

Hallo Leute!

Breivik will auf allen Titelblättern stehen. Ich will ihm diesen Gefallen nicht erfüllen.

Deshalb heute etwas kleines über die Anschläge in Afghanistan.

Ich freu mich wie immer über Kommentare und Likes.

Euer Joda!

Die ganze Nacht lang hörte man Schüsse und Explosionen. Bis in die Morgenstunden hielten die Taliban Kabul in Atem. Bei diesen koordinierten Angriffen wurden 8 Polizisten und 3 Zivilisten getötet. Doch am schlimmsten wurde die Zuversicht Afghanistans beschädigt. In dieser Nacht wurde erneut ein Feuer der Angst entfacht. Die Taliban haben es geschafft in das Regierungsviertel Kabuls zu gelangen und sich dort 18 Stunden Feuergefechte mit der Polizei zu liefern. Sie verschanzten sich auf einem Baugelände. 35 Geiseln konnten befreit werden. Bei einem Anschlag auf die deutsche Botschaft wurde niemand verletzt. Der Außenminister kritisierte diesen terroristischen Akt „in aller Schärfe“. Es wurde auch von Gewalt in anderen Teilen Afghanistans berichtet.

Die Regierung gab an, dass alle 30 Terroristen getötet worden seien.

Dieser Angriff war der Startschuss für die “ Frühjahrsoffensive“  und eine Demonstration der Macht. Das wirft erneut die Frage auf, ob die NATO- Partner in der Lage sind ein Klima herzustellen ,in dem die einheimischen Sicherheitskräfte die Situation von sich aus meistern können und damit auch ob die gesamte milliardenschwere Operation überhaupt noch gelingen kann.

Westerwelle betonte, dass er an der bisherigen Strategie festhalten wolle und die „Übergabe der Sichterheitsverantwortung“ nicht gefährden.

Quellen:

welt.de

deutsche welle

al jazeera

Was gesagt werden muss ?

Hallo Leute!

Hier ein kurzes Statement zu Grass, wegen der Wahlbeteiligung von 0%.

Ich hoffe ihr habt Spaß dran.

Ich freu mich wie immer über Likes und Kommentare.

Euer Joda!

Ein pathetischer Titel für ein recht simples Werk, das eigentlich eher einem Leserbrief gleicht. Das Gedicht von Günther Grass ist  selbstgefällig und ziemlich schlecht recherchiert, denn Israel hat nie behauptet den Iran auslöschen zu wollen. Und selbst wenn, würden sie dies nicht von Deutschland angebotenen U-Booten machen, diese wären lediglich eine Kontermöglichkeit.

Auch die Vermutung, man könne ihn als Antisemiten abstempeln, weil er das Regime Israels kritisiert ist Schwachsinn. Natürlich muss man als Deutscher und besonders als ehemaliges Mitglied der Waffen-SS vorsichtig sein. Doch Kritik an der Regierung Israels ist keine direkte Kritik am jüdischen Volk und damit auf keinen Fall Antisemitismus.

Auch um zu sagen was gesagt werden muss ist es ein bisschen zu spät. Schon seit Wochen wird in Israel, weltweit, ja sogar in meinem Freundeskreis darüber debattiert, ob ein militärischer Eingriff Israels denkbar und strategisch- und moralisch richtig wäre, von wem die eigentliche Gefahr ausgeht. Und wie Patrick Gensing richtig verweist: „Im Juli 2010 hat der Bundestag einstimmig (!) eine Resolution beschlossen, die das Ende der Gaza-Blockade fordert. Keine Kritik?“ Was ihn von Schreiben eines Gedichts bisher abgehalten hat ist nicht ein gesellschaftliches Tabu, sondern sein eigenes schlechtes Gewissen.

Deshalb stellt sich die Frage wieso Israel aus solch einen „literarisch belanglosen Aufschrei“ mit solch einer mittelalterlichen Verbannung antwortet. Es zeigt deutlich die Verletzlichkeit Israels bei diesem Thema. Ein Teil der Spannung und auch der Wut über die mangelnde Unterstützung einer militärischen Lösung hat sich auf Herrn Grass entladen.

Und damit zurück in den Alltag.

Quellen:

tagesschau.de

al Jazeera

blog.tagesschau.de

zdf.de

Mutter Suu

Hallo Leute!

Durch die wachsende Popularität der Piratenpartei habe ich viel über direkte Demokratie und so nachgedacht und finde wir sollten auch in den Medien ein bisschen Partizipation einführen.

Wenn ihr wollt, könnt ihr also Ideen für Artikel gern in den Kommentaren loswerden. Ich z.B. wenn ihr dies lest in Istambul.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß mit dem Artikel!

Euer Joda!

Aung San Suu Kyi ist eine weltweit hochangesehene Frau. Ihr wurde der Friedensnobelpreis und die höchste zivile Auszeichnung der U.S.A., die Freiheitsmedaille verliehen. U2 widmete ihr sogar einen eigenen Song. (http://www.youtube.com/watch?v=-wfjPmDlCB0)

Nach dem Sturz der Diktatur 1988 setzte sie sich für die Demokratie in ihrem Heimatland Myanmar/Birma ein. Doch schnell ergriff erneut eine Militärregierung die Macht. Suu gründete die Partei „National League for Democracy“ (NLD), doch sie durfte sich nicht für die Wahlen 1989 aufstellen und wurde wenig später unter Hausarrest gestellt. Nach insgesamt 15 Jahren Haft wurde sie 2010 endgültig entlassen.

Nun, da das alte Regime die Macht an einen ehemaligen Genereal Thein Sein abgegeben hat, und Myanmar sich langsam öffnet, darf auch Aung San Suu Kyi sich zur Wahl stellen. Das hat sie getan. Noch vor der offiziellen Veröffentlichung der Wahlergebnisse gab die NLD bekannt, dass Mutter Suu, wie sie liebvoll von ihren Anhängern genannt wird, 99% der Stimmen bekommen habe. Eine wirkliche Auswirkung auf das Parlament von Myanmar hat das nicht, denn 80% der Sitze sind immer noch in der Hand des Militärs und ihren nahestehenden Parteien. Es ist vielmehr ein Symbol für ein neues Birma. Ein Birma in dem man frei seine Meinung sagen darf, ein Birma in denen es freie Wahlen gibt. Zwar gab es auch bei dieser Wahl einige Meldungen von Betrugsversuchen, doch alles in allem ist Myanmar auf einem guten Weg.

Myanmar nähert sich dem Westen an. Doch es sollte dabei auf keinen Fall seinen Stolz verlieren.

Quellen:

tagesschau.de

stern.de

al jazeera