Zeit zum Entern (?)

Hallo Leute!

Ein kleiner Kommentar zu dem Landtag.

Viel Spaß damit.

Euer Joda!

Bei der gestrigen Landtagswahl im Saarland hat neben den üblichen Verdächtigen ein neuer Akteur das politische Podium betreten/geentert: Die Piraten.

Nach dem Sprung ins Berliner Parlament hat die Piratenpartei die 5% Hürde auch im Saarland mit links überwunden.

Besonders hatte die ehemals regierungsfähige FDP unter der damit verbundenen Wählerwanderung zu leiden. Auch die Grünen mussten Verluste hinnehmen. Nur wenige hundert Stimmen bewahrten sie davor in die bedeutungslosen Abgründe der „Sonstigen“ abzurutschen.

Viele sehen in den Piraten als eine Alternative zu den etablierten Parteien und so ist es nicht verwunderlich, dass 20% der Stimmen von ehemals politikverdrossenen Nichtwählern kommen.

Achim Wendler (ARD) hält sie für mehr als eine Nein-sager-Partei und bezeichnet sie sogar als ein Geschenk „für den Parlamentarismus“. In der Tat bieten die Piraten mit freiem Zugang zur Bildung, mehr Teilhabe an politschen Prozessen und Katzenschutz eine solide politsche Grundlage, jedoch würde ich bezweifeln, dass sie hauptsächlich wegen ihrer Inhalte gewählt wurden.

Viele halten sie noch immer  für eine Anti-Partei. Mit den 7,4% haben sie aber nun die Chance die Wähler und die Kritiker eines besseren zu belehren.

Alle Augen sind nun auf die Piraten gerichtet. Wenn sie es schaffen den Erwartungen gerecht zu werden, kann man davon ausgehen, dass am 6.Mai der nächste Landtag geentert wird.

Quellen:

blog.koehntopp.de

Spiegel

„Du bist voll schwul, ey!“

Hallo Leute!

Ich hatte heute leider keine Zeit einen neuen Artikel zu schreiben, also kommt hier einer aus der Dose!

Ich hoffe er gefällt euch.

Euer Joda!

Schwul und feminin zu sein bedeutet, besonders in der Rap-Szene, schwäche zu zeigen. Auch in vielen anderen Teilen der Gesellschaft ist „schwul“ immer noch ein Schimpfwort. John Green der Vlogbrothers meint, Youtube-User seien „besessen“ davon Sachen als „gay“ zu bezeichnen. Er meint, dass wenn man sich unsere Welt (oder die Youtube-Kommentare) als Außenstehender ansehen würde, würde man denken, dass homosexuell zu sein das schlimmste auf der Welt ist.

Die Sprache sagt viel über eine Gesellschaft aus. Die alten Römer hatten unzählige Vokabeln für das deutsche Verb töten. Dies stammt einerseits daher, dass sehr viel Texte über das Führen von Kriegen erhalten sind, aber auch, dass die Römer generell dem Krieg eher positiv gegenüber standen.

Unsere Sprache zeigt, wie wir Schwulen gegenüberstehen. Wir sehen es als komisch an, weil es anders ist, von der Norm abweicht. Doch man sucht sich seine Sexualität nicht aus. Jemanden zu diskrimieren, weil er/sie homosexuell ist, ist genau so schlimm wie jemanden zu diskriminieren, der schwarz ist.

Und doch gibt es noch kein Mitgleed der deutschen Nationalmannschaft, dass sich zu seiner Homosexualität bekannt hat, aus Angst von der Gesellschaft benachteiligt zu werden.

Und nicht nur in der Gesellschaft, auch per Gesetz werden gleichgeschlechtliche Ehen nicht als gleichwertig angesehen. In den 48 Staaten in Amerika, wo gleichgeschlechtliche Ehen nicht legal sind, werden Homosexuellen viele Rechte verwehrt.

Auch in Deutschland ist eine gleichgeschlechtliche Ehe nicht legal, lediglich eine eingetragene Partnerschaft. Dies hat laut Wikipedia „vor allem eine symbolische Bedeutung“. Doch ist dies wirklich angebracht? Sollten wir nicht dem Beispiel von Schweden, Island, Spanien und anderen folgen. Denn es gibt meiner Meinung nach keine Gründe, die gegen die Gleichstellung von Homosexuellen spricht.

Doch weil die FDP die Beibehaltung zwei verschiedener Rechtsinstitute für ausreichend hält und die Ehe sogar gegenüber Lebenspartnerschaften privilegieren wollen, ist eine Gleichstellung der homosexuellen Ehe noch nicht in Sicht.

Wir können natürlich Petitionen unterschreiben, doch das muss keinen Erfolg haben. Stattdessen können wir das Leben der Homosexuellen direkt verbessern indem wir „schwul“ als Schimpfwort abschaffen und durch zum Beispiel homophob (bessere Ideen bitte in die Kommentare schreiben) ersetzen. Solch kleine Symbole können einen großen Unterschied machen.

Quellen:

verlinkt

Gentlemen´s Rant

Wikipedia

Aktuelles:

taz

Kony

Hallo Leute!

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang von der Idee, begeistert war, das Böse allein durch Aufklärung zu besiegen. Doch weil mich einige Fakten gestört haben, habe ich recherchiert und naja…

Meine Meinung zu diesem Thema steht noch nicht definitiv fest.

Also falls ihr mich umstimmen wollt, könnt ihr das in den Kommentaren tun.

Viel Spaß beim Lesen!

Euer Joda!

Mit ihrem Film „KONY 2012“ haben die „invisible children“ haben sie ihr Ziel erreicht. Mit 73 Millionen Aufrufen auf Youtube haben sie, den vom internationalen Strafgerichtshof gesuchten, Joseph Kony berühmt gemacht. Und nicht nur das! Sie haben es auch geschafft viele für ihre Kampagne zu begeistern. Schon 500.000 haben ihr „Action Kit“ gekauft. Doch es stellt sich die Frage, ob man „invisible children“ wirklich finanziell unterstützen sollte.

Es gab schon seit einer Weile eine Menge Aufregung wegen der Finanzen v0n invisible children, die jetzt wegen der Aufmerksamkeit aufgegriffen wurde. Weniger als ein Drittel der letztes Jahr eingenommenen 13 Mio. eingenommenen US-Dollar wurden für die vorgegebenen Anlässe ausgegeben. Der Rest wird für Unterhalt, Transport und für P.R. (wie den Film) ausgegeben.

Doch es stört mich persönlich eher weniger, dass das Gehalt von Jason Russell, einem der Gründer von IC,  mit 90.000 US-Dollar über dem Einkommen der durchschnittlichen Leiter von NGO´s liegt.

Mich stört eher, was mit dem Drittel passiert, was den vorgegebenen Anlässen zugute kommt. Mit diesem Geld wird nämlich unteranderem die Armee Ugandas unterstütz, die auch des Vergewaltigens, der Korruption und des Handelns mit Blutdiamanten bezichtigt wird. Denn „invisible children“ ist offenbar dem Militär sehr gesonnen und  nach ihrem Plan soll Kony von den Soldaten von Uganda mit Unterstützung der USA getötet werden.

Dem Bild zufolge, was sie in ihrem Film gepinselt haben, wird nach Konys Tod auch alles gut sein, doch tatsächlich ist die Situation viel zu komplex, als dass der Tod eines Mannes die Spannung lösen könnte. Außerdem würde das weitere Opfer fordern. Und hier kommen wir zum nächsten Problem von KONY 2012: Der Film stütz nicht auf Fakten und sondern ist darauf auslegt, durch Emotionen zu motivieren. Dan Brown erkennt hier richtig, dass der Film nur das Pathos gebraucht, also auf sich auch rhetorische Mittel verlässt, statt durch Ethos, die Integrität, oder gar Logos, schlüssige Argumente, zu überzeugen. IC gibt nicht im entferntesten einen Überblick über die extrem komplexe politischen Lage und denkt sich zum Teil sogar Fakten aus. Der Film behauptet:

(Kony) kämpft aus keinem anderen Grund als seine Macht zu erhalten.

Ich finde das ein treffendes Beispiel, denn Kony ist der Anführer der LRA (Lord´s Resistance Army), die, wie der Name andeutet, einen theocratischen Staat, angelehnt an die 10 Gebote, errichten will.

Kony habe keine Unterstützung.

Doch laut der taz hat Präsident Omar al-Bashir in Sudan hat die Miliz regelmäßig mit Waffen und Geld ausgestattet.

Allerdings kann man IC auch als Vorbild für andere NGO´s sehen. Denn es ist, wie Hank der Vlogbrothers sagte, das „effektivste Video in der Geschichte der non-profit Organisationen“

Die eigentliche Frage ist eigentlich, ob der Zweck die Mittel heiligt, denn obwohl ich nicht für eine militärische Lösung bin, kann es gut sein, wenn das Thema in die Aufmerksam der westlichen Gesellschaft kommt. Doch wichtig ist es hier nicht über die Betroffenen hinweg sondern mit den Betroffenen eine nachhaltige Lösung zu finden.

Quellen:

Video is Misleading

sempervideo

nicht spenden 

Kony nicht mehr aktuell

Interview mit Kony

charitynavigator.org

Interview mit Kony

Die „Hölle von Homs“

Seit Wochen wird die syrische Rebellenhochburg wieder von der staatlichen Armee beschossen. Jeden Tag gibt es hunderte Verletzte und Tote, darunter Zivilisten und Reporter. Man kann schreckliche Bilder von Verwundeten und Toten sehen. Russia Today sieht große Ähnlichkeit zwischen der Situation in Homs und dem Iraq-Krieg. In beiden Fällen kämpft eine leicht bewaffnete Bevölkerung gegen einen Staat mit hochentwickelten Waffensystemen. Und in beiden Fällen glaub der Staat den „Terrorismus“ nur mit Waffengewalt besiegen zu können. Denn das Assad-Regime und seine Vertreter in den Medien stellen die  „Möchtegern-Regierungsumstürzler“ als syrienhassende Terroristen dar. Der Mitbegründer von Ärzte ohne Grenzen Jacques Bérès meint die Situation sei „schlimmer als Bagdad während des Irakkriegs.“  Er war dort um seine Kollegen zu unterstützen. Er reiste illegal in Syrien ein, weil die Armee Ärzte und die 15 Tonnen an Hilfsgütern nicht in die Stadt lässt. Die Armee besetzt auch Krankenhäuser, sodass verwundete Rebellen in Notlazarette versorgt werden müssen. Trotz verhängter Sanktionen werden den syrischen Bürgern immer noch elementare Güter wie Medikamente, Nahrung und Decken verwehrt.

Es stellt sich nun die Frage, wieso die internationale Staatengemeinschaft immer noch nicht, wie im Fall Libyens, militärisch in das Geschehen eingegriffen hat. Höchstwahrscheinlich ist einer der vielen Gründe, dass Krieg fast nur dann begonnen wird, wenn er sich wirtschaftlich zu lohnen scheint. Durch die Unterstützung der Rebellen in Libyen versuchte sich die UN den Zugang zu einem der größten Ölvorkommen weltweit zu erhalten.

Auch könnte ein Angriff auf Syrien, wegen der starken Bünde zwischen China, Russland und Syrien, zu einer Verschärfung des Konflikt mit der westlichen Welt (oder sogar zu einem 3.Weltkrieg) führen.

Und das will ja keiner!

Quellen:

Amnesty