Praktikum

13.02.2011

Erwartungen und Erfahrungen

Ich habe jetzt ein Praktikum bei der Onlinezeitung „Spreeblick“, womit ich sehr zufrieden bin, doch das war nicht mein Erstwunsch. Ich habe mich schon im September letzten Jahres bei der Partei „die Grüne“ und Greenpeace beworben. Mir wurde jedoch von „der Grünen“ gesagt, dass ich mich hätte früher bewerben sollen und Greenpeace vergab gar keine Schülerpraktika.

Also schickte ich Bewerbungen an diverse Zeitungen und Radiosender wie z.B. Fritz, der Tagespiegel und die Tageszeitung. Von den meisten bekam ich Absagen mit der Begründung, dass ich mich zu spät bewerbe, andere meldeten sich gar nicht. Schließlich bewarb ich mich bei dem Jane Goodall Istitut in München, zu dem ich einen guten Draht habe seit ich ein Interview mit Jane Goodall selbst hatte. Doch  es ist einem berliner Praktikant nicht erlaubt außerhalb von Berlin ein Praktikum an zu nehmen. Bei „Spreeblick“ habe ich es bekommen.

Die vielen Bewerbungen zu schreiben und immer wieder Absagen zu bekommen war eine sehr frustrierende, aber auch lehrreiche Erfahrung. Ich habe gelernt, dass es sehr wichtig ist sich früh zu bewerben und ein sehr ordentlichen, interessierten Eindruck zu machen.

Ich erwarte von dem Praktikum, dass ich meinen Horizont erweitern und meine Fähigkeiten im Schreiben von Texten und im Bereich der Organisation verbessern werde, da während meines Praktikums eine Messe organisiert wird und ich dort sehe und lerne.

Ich hoffe, dass ich Fähigkeiten erlerne und verbessere die ich in meinem weiteren Berufsleben einsetzen kann.

Zur Zeit mache ich ein Praktikum bei Spreeblick. Im Rahmen des Praktikums mache ich auch unter anderem diesen Blog (und Kaffee =D). Ich muss für die Schule einen (möglichst kurzen) Praktikumsbericht schreiben. Dort muss ich schreiben was jeden Tag so gemacht habe.

Diesen werde ich auch hier in meinem Blog veröffentlichen.

Tag 1

Montag, 15.2.2011

Heute habe ich mein Praktikum angefangen. Ich habe meinen Blog eingerichtet und ein paar Fotos und Videos reingestellt.

Tag 2

Dienstag, 16.2.2011

Ich habe meine ersten richtigen Blog-Artikel geschrieben. Diese sind in 2 Wochen lesbar.

Tag 3

Ich habe gelernt was Creative Commons sind. Das ist eine Alternative zu den sehr strengen Copyrightrechten. Wenn man z.B. eine Foto für einen Beitrag benutzen will muss man erst kucken, unter welchen Konditionen man dieses benutzen darf. Manche darf man nicht kommerziell benutzen, andere nicht verändern. Deshalb gibt es auf Seiten wie Flickr spezielle Suchen für (CC).

Tage 4-6

Ich sehe mir den Livestream  von Al-jazeera an und schreibe Artikel.

Tag 7-8

Ich ordne Videos nach ihren Inhalten ein. Das war langweilig. =(

Tag 9

Ich habe meine „Kollegen“ gefragt, wie sie zu ihrem jetzigen Job gekommen sind. Es war ziemlich interessant, aber sehr schwer in einen Text zu schreiben.

Tag 10

Ich schreibe meinen Praktikumsbericht.

Ein typischer Tag bei Spreeblick.

Ich komme kurz vor  10 Uhr morgens an, trinke einen Kaffee mit den anderen und setze mich an meinen Computer.

Ich suche im Internet nach neuen Themen für meine Artikel. Dabei benutze ich hauptsächlich Twitter, Al-Jazeera und andere Blogs.

Ich schreibe dann einen Artikel, verlinke meine Quellen und suche manchmal Bilder raus.

Wenn ich Hilfe brauche, frage ich einfach meine „Kollegen“ . Gegen 14°° gehen wir essen.

Dann schreibe ich bis 15 oder 16 weiter und gehe nach hause.

Ich fand mein Praktikum sehr gut. Ich habe viel über Internetjournalismus gelernt. Wie man Quellen sucht, angibt und verlinkt. Wie man Bilder unter freien Lizenzen findet und was Creative Commons sind. Ich habe gelernt, dass das Internet völlig neue Wege der Kommunikation bietet, dass es dem Volk eine Stimme gibt, was man ja auch im mittleren Osten gemerkt hat.

Ich habe jedoch auch gelernt, dass es sehr viel Zeit und Geduld braucht um Leser zu bekommen, z.B. auf mein eigenes Blog.

Meine Kollegen waren sehr nett und haben mir immer geholfen. Leider hatten sie in der 2. Woche viel mit der re:publica zu tun und deshalb weniger Zeit für mich.

Ich hätte es schön gefunden mehr von dem Organisationsprozess der re:publica  mitzubekommen.

Am schönsten fand ich die angenehm entspannte Stimmung und dass immer Musik läuft.

Ich habe gelernt, dass man auch ohne Stress und Leistungsdruck viel auf die Beine stellen kann.

Alles in allem hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich habe Dinge gelernt, die ich nie in der Schule gelernt hätte.

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12 Gedanken zu “Praktikum

  1. Du Glückspilz,
    Ich hatte auch mit 14 ein Schülerpraktikum und zwar im Büro der Kurgärtnerei in Bad Kissingen. Es war der langweiligste Ort der Welt. Kein Computer und keine Musik aber dafür viel zu kopieren.
    Jetzt bin ich 25 und würde sofort ein Praktikum bei spreeblick machen. Du hast einigen was vorraus. Coole Sache 😀

  2. Du wirst vermutlich erst in vielen Jahren erkennen, was für ein Glück Du mit dieser Gelegenheit hattest und daß Du – vorausgesetzt, Du hast richtig zugehört – in diesen drei Wochen mehr Medienkompetenz vermittelt bekommen haben dürftest als in Deiner gesamten restlichen Schullaufbahn.
    Gehe hin und mach’ was draus!

  3. Sehr schöner Bericht. Erinnert mich ein bisschen
    an mein Praktikum bei der WAZ. Vor ein paar Jahren.
    Da hatte ich im Vertrieb aber mehr mit den Kunden als
    mit Texten zu tuhen. Heute würde ich es auch lieber bei Spreeblick machen.
    Du Glückspliz! Mache aber etwas ganz anderes.
    Für Journalismus interessiere ich mich trotzdem noch und
    lese deshalb auch ganz gerne Blogs wie deins hier :-).
    Wie auch immer. Viel Erfolg in und für deine Zukunft.

  4. Ein super Praktikumsbericht. Meiner war damals noch handgeschrieben und mehrere Seiten lang. Ich glaube du hast die richtige Wahl getroffen. Die Grünen nehmen dich jetzt mit Handkuss beim nächsten mal.

  5. Ui, ein junger Mann, der anscheinend ziemlich genau weiß, was er will. Wusste ich in deinem Alter nicht, Jonathan. Hab mein Praktikum in einer Elektroinstallationsfirma gemacht, weil ich aus einer Handwerkerfamilie komme. Aber ich dichte und blogge lieber meine Werke als zu nageln, fresen, schrauben usw. habe ich mittlerweile für mich entdeckt. 🙂

  6. > Tage 4-6: Ich sehe mir den Livestream von Al-jazeera an und schreibe Artikel.

    Na nicht schlecht. Kann mich den anderen „Hast Glück mit deinem Praktikum“-Schreibern nur anschließen…

  7. Hallo Jonathan,

    Ich hoffe, dass du weiter bloggst und es nicht umsonst war, dich in meinen Feed-Aggregator aufzunehmen 😉

    Ich kann mich einem meiner Vorredner nur anschließen und feststellen, dass du in deinem Praktikum mehr über das digitale Leben gelernt hast, als du es in der gesamten Schullaufbahn vermittelt kriegen würdest. Ich vermute, dass nicht mal mein „Informatiklehrer“ weiß, was CC-Lizenzen sind. Und welcher der Lehrkräfte weiß schon, was ein Blog ist…
    Das Thema Medienkompetenz sollte an Schulen viel mehr vermittelt werden. Vorher müssen es die Lehrer jedoch vermittelt kriegen.
    Coole Sache!

    Gruß, Tim

  8. So wie sich das ließt, ist es wohl der Idealfall, wie ein Schülerpraktikum ablaufen kann. Meine Praktika (In- und Ausland) waren meist vor allem in der Hinsicht nützlich, das ich danach sicher wusste, dass ich diese Tätigkeit später mal nicht machen möchte.
    Grüße,
    Linus

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