„Kaufen für die Müllkippe“

Sonnenschein, Kinder spielen und Eltern sitzen mit ihren teuren Handys und Laptops im Cafe „Kauf dich glücklich!“ . Klingt wie ein Werbespot für eine Utopie, ist aber Realität. Am Weinbergsweg in Berlin, Prenzlauer Berg. Doch das Fundament für unser Glück ist das Leiden anderer. Das zeigt die Dokumentation von Arte „Kaufen für die Müllhalde“, die auf netzpolitik.org zu sehen ist.

Sie handelt davon, dass Produkte so designt werden, dass sie nach kurzer Zeit kaputt gehen, damit sie erneut gekauft werden. Das steigert den Gewinn der Firmen. Doch wo kommen die kaputten Geräte hin. Das erzählt die Dokumentation, die auf Youtube zu sehen ist.

Ein Beispiel ist ein normaler Drucker, der nach so programmiert ist, dass er nach einer bestimmten Anzahl von Druckleistungen aufhört zu drucken.

Hier gibt es eine kostenlose Software, die das Problem behebt.

Oder die Kopfhörer von Apple sind nach mittelschwerem Gebrauch nach ca. 3 Monaten kaputt. Alles nur um den Gewinn zu steigern. Die „kaputten“ Geräte werden dann auf riesige Müllhalden in Afrika geworfen. Der Müll zerstört Flüsse und Wälder.

So kann es nicht weiter gehen.

Also werden zwei Lösungen vorgestellt:

Wir können alles reduzieren. Die Überproduktion, die Arbeit und den Konsum. Reduzieren wir all das, haben wir mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens, wie Freundschaft und Wissen. Wenn wir weniger konsumieren, gibt es weniger Müll und mehr Gut für andere.

Denn wie Gandhi schon sagte: „Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse Aller, aber zu klein für die Gier Einzellner.“

Doch ich glaube, dass es unwahrscheinlich ist, dass wir ein solches Umdenken in der Gesellschaft in solch kurzer Zeit bewirken können. Denn die Zeit läuft uns davon. Wissenschaftler vermuten, dass der Klimawandel bei einem Anstieg der globalen Temperatur von weniger als 2 C° nicht mehr aufzuhalten ist.

Ich vertraue eher in das andere Prinzip.

Das Prinzip heißt „Cradle to Cradle“ (Von der Wiege zur Wiege). Das heißt, dass man Produkte so entwirft, dass sie 100% abbaubar und/oder wiederverwendbar sind. „Ihr könntet sie kleinschneiden und in Müsli packen.“ sagt Herr Braugart, ein Öko-Visonär, über sein eigenes Leinen, das biologisch abbaubar ist. Wären alle Produkte abbaubar, hätten wir kein Problem mit dem Müll. Wir könnten ihn recyclen oder von der Erde in kurzer Zeit recyclen lassen. So müssen wir nicht sofort das ganze System verändern, sondern nur seine Auswirkungen.

Denn die Müllmassen haben schwere Auswirkungen. Die einst klaren und fischreichen Flüsse sind verdreckt und tot. Die Schrottsammler, meist Jugendliche und Kinder, werden schwer krank. Außerdem ist der Platz auf Müllkippen begrenzt. Wenn wir so weiter machen wie bisher, gibt es keine Zukunft für diesen Planeten. Eigentlich nicht für den Planeten sondern für UNS. Denn jeder Müll wird irgendwann von der Natur verwertet. Selbst Atommüll ist nach mehreren milliarden Jahren neutral. Das wahre Opfer von der Wegwerfgesellschaft sind wir selbst. Die Natur wird weiterleben, das ist klar. Wir und unsere Kinder werden darunter leiden. Es liegt jetzt in unserer Hand, ob wir weiter machen wie bisher oder etwas verändern. Und zwar jetzt! Bevor es zu spät ist.

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5 Gedanken zu “„Kaufen für die Müllkippe“

  1. Hey Jonathan,
    ich find das war echt ein guter Artikel! Da hast du mich richtig neugierig gemacht!
    Den Film werd ich mir auf jeden fall angucken.
    Weiter so!

  2. Hey Jonathan!
    Super Artikel. Das mit cradle2cradle ist schon ne gute Idee, aber wenn du daran denken würdest, wie viel man ausgeben muss um recyle-bare Kopfhörer zu kaufen. Ziemlich teuer, oder? Da greifen die Leute doch eher zu den schädlichen und gefährlichen Produkten zu.

  3. Netter Artikel, hab die Doku eben selbst gesehen.
    Aber ich muss einfach mal eben schnell konstruktive Kritik ablassen, ich hoffe du bist jemand, der damit umgehen kann…
    Dein Satzbau ist recht mies und es liest sich teils wirklich doof… Es fehlen Kommata, Saetze sind teils abgehackt und manchmal auch falsche Satzzeichen verwendet, ich hoffe du verstehst kritik!

    Gruß

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