Netzneutralität

Eine Welt in der Jeder für wenig Geld machen kann was er will. Eine Welt in der alle gleich behandelt werden. Mit anderen Worten: das Internet, wie wir es heute kennen. Ein neutrales Netz.

Das soll sich aber nach dem Willen der Internetprovider ändern.

Sie wollen das Recht haben zu bestimmen welche Inhalte, Dienste und Protokolle sie ins Internet stellen und welche nicht.

Das würde die Motivation etwas Neues zu entwickeln, deutlich mindern, weil es vielleicht gar nicht ins Internet kommt.

Sie wollen ein 2. Klassen-Internet, mit einem, das mehr Geld kostet, aber bevorzugt wird (Quality of Service) und einem , das günstiger ist, aber benachteiligt wird (Best Effort).

Das soll einen „Datenstau“ in den Leitungen verhindern. Doch das würde auch bedeuten, dass kleine Internetfirmen weniger Besuche bekommen, weil das Laden ihrer Seiten z.B. länger dauert.

Wird das Internet nun auch ein Medium in dem man nur mit Geld Aufmerksamkeit bekommt?  Vielleicht.

Es besteht die Gefahr, dass Best Effort total vernachlässigt und damit kaum noch nutzbar wird und nur noch große Firmen sich behaupten können.

Nadine Schön von der CDU/CSU-Fraktion sagte bei der Bundestagsdebatte über Netzneutraliät, dass die Netzneutralität nicht bedroht sei, da der große Wettbewerb das reguliere. Doch ich glaube, dass Anbieter ihren Profit maximieren wollen. Und zwar mit allen Mitteln.

Das sieht man schon daran, dass sie schon heute Bandbreiten verkaufen, die sie Volllastbetrieb nicht einhalten können.

Deshalb brauchen wir klare Regeln, wie sie in Amerika bereits existieren.

Wir brauchen Informationspflicht, damit die Verbraucher wissen, was sie kaufen.

Wir brauchen ein Label für neutrales Internet. Damit das Internet so bleibt wie es ist:

Ein neutrales Netz.

Quellen:

http://www.netzpolitik.org/2011/netzneutralitaet-ist-sozialismus-internet/

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundestag-debattiert-Netzneutralitaet-1198478.html

http://www.newamerica.net/publications/articles/2011/news_organizations_should_stop_being_neutral_on_net_neutrality_43901

http://www.netzpolitik.org/2011/netzneutralitaet-ist-sozialismus-internet/

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Nr.2 Weniger Fleisch

Wir versuchen die Klimaerwärmung mit Maßnahmen wie der Verschrottungsprämie zu bekämpfen.

Dabei ist wissen viele gar nicht, dass sie einen der größten Umweltsünder täglich vor sich haben. Fleisch!

Fleisch ist für ein Drittel der globalen Erwärmung verantwortlich. Aktuelle Untersuchungen ergeben sogar über 50%.

Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Das Futter der Tiere wird oft in armen Ländern hergestellt, weil es so billiger hergestellt werden kann. Dort wird der Regenwald gerodet um neues Ackerland zu schaffen. Also wird CO2 freigesetzt, statt durch die Bäume eingefangen. Die Tiere brauchen sehr viel Essen damit sie schön fett werden. Das heißt sie brauchen viel Futter.

Das Futter braucht sehr viel Wasser. Das wird in virtuellem Wasser gemessen. Ein Kilogramm Rinderfleisch braucht zum Beispiel 15.500l Wasser.

Das Futter wird mit Pestizieden vor Schädlingen geschützt. Doch das Gift tötet nicht nur Schädlinge sondern so gut wie alles was klein und käferartig ist. Es wird mit dem Regen ins Grundwasser gespült und so weiter geleitet. Dort zerstören die Pestizide Ökosysteme. Und so  etwas will man doch nicht im Essen.

2. Das Futter wird meist über weite Strecken zu den Tieren transportiert. Die Transporter stoßen viel CO2 aus und belasten damit die Atmosphäre.

3. Die Tiere werden mit Medikamenten die sie Beruhigen und vor Krankheiten schützen behandelt. Auch in das Futter werden Medikamente gegeben. Spuren von diesen bleiben noch im Fleisch. Dass das nicht gesund seien kann ist klar.

Außerdem sind die Ausscheidungen der Kuh voller Metan, was die Erderwärmung viel stärker  fördert als CO2.

Damit will ich aber nicht sagen, dass ihr alle Vegitarier werden solltet. Ich sage nur, dass ihr Fleisch höchstens 2-3 mal die Woche solltet. Und wenn es schon Fleisch sein muss, dann auch gutes vom Metzger, am besten natürlich BIO. Das ist nicht nur gesünder, sondern hilft auch den Planeten so zu erhalten wie er jetzt ist.

Bleibt grün!

Euer joda

 

 

PS: Auf Wunsch kann ich auch noch ein Artikel über die Umstände in den Mastbetrieben schreiben

Praktikum

13.02.2011

Erwartungen und Erfahrungen

Ich habe jetzt ein Praktikum bei der Onlinezeitung „Spreeblick“, womit ich sehr zufrieden bin, doch das war nicht mein Erstwunsch. Ich habe mich schon im September letzten Jahres bei der Partei „die Grüne“ und Greenpeace beworben. Mir wurde jedoch von „der Grünen“ gesagt, dass ich mich hätte früher bewerben sollen und Greenpeace vergab gar keine Schülerpraktika.

Also schickte ich Bewerbungen an diverse Zeitungen und Radiosender wie z.B. Fritz, der Tagespiegel und die Tageszeitung. Von den meisten bekam ich Absagen mit der Begründung, dass ich mich zu spät bewerbe, andere meldeten sich gar nicht. Schließlich bewarb ich mich bei dem Jane Goodall Istitut in München, zu dem ich einen guten Draht habe seit ich ein Interview mit Jane Goodall selbst hatte. Doch  es ist einem berliner Praktikant nicht erlaubt außerhalb von Berlin ein Praktikum an zu nehmen. Bei „Spreeblick“ habe ich es bekommen.

Die vielen Bewerbungen zu schreiben und immer wieder Absagen zu bekommen war eine sehr frustrierende, aber auch lehrreiche Erfahrung. Ich habe gelernt, dass es sehr wichtig ist sich früh zu bewerben und ein sehr ordentlichen, interessierten Eindruck zu machen.

Ich erwarte von dem Praktikum, dass ich meinen Horizont erweitern und meine Fähigkeiten im Schreiben von Texten und im Bereich der Organisation verbessern werde, da während meines Praktikums eine Messe organisiert wird und ich dort sehe und lerne.

Ich hoffe, dass ich Fähigkeiten erlerne und verbessere die ich in meinem weiteren Berufsleben einsetzen kann.

Zur Zeit mache ich ein Praktikum bei Spreeblick. Im Rahmen des Praktikums mache ich auch unter anderem diesen Blog (und Kaffee =D). Ich muss für die Schule einen (möglichst kurzen) Praktikumsbericht schreiben. Dort muss ich schreiben was jeden Tag so gemacht habe.

Diesen werde ich auch hier in meinem Blog veröffentlichen.

Tag 1

Montag, 15.2.2011

Heute habe ich mein Praktikum angefangen. Ich habe meinen Blog eingerichtet und ein paar Fotos und Videos reingestellt.

Tag 2

Dienstag, 16.2.2011

Ich habe meine ersten richtigen Blog-Artikel geschrieben. Diese sind in 2 Wochen lesbar.

Tag 3

Ich habe gelernt was Creative Commons sind. Das ist eine Alternative zu den sehr strengen Copyrightrechten. Wenn man z.B. eine Foto für einen Beitrag benutzen will muss man erst kucken, unter welchen Konditionen man dieses benutzen darf. Manche darf man nicht kommerziell benutzen, andere nicht verändern. Deshalb gibt es auf Seiten wie Flickr spezielle Suchen für (CC).

Tage 4-6

Ich sehe mir den Livestream  von Al-jazeera an und schreibe Artikel.

Tag 7-8

Ich ordne Videos nach ihren Inhalten ein. Das war langweilig. =(

Tag 9

Ich habe meine „Kollegen“ gefragt, wie sie zu ihrem jetzigen Job gekommen sind. Es war ziemlich interessant, aber sehr schwer in einen Text zu schreiben.

Tag 10

Ich schreibe meinen Praktikumsbericht.

Ein typischer Tag bei Spreeblick.

Ich komme kurz vor  10 Uhr morgens an, trinke einen Kaffee mit den anderen und setze mich an meinen Computer.

Ich suche im Internet nach neuen Themen für meine Artikel. Dabei benutze ich hauptsächlich Twitter, Al-Jazeera und andere Blogs.

Ich schreibe dann einen Artikel, verlinke meine Quellen und suche manchmal Bilder raus.

Wenn ich Hilfe brauche, frage ich einfach meine „Kollegen“ . Gegen 14°° gehen wir essen.

Dann schreibe ich bis 15 oder 16 weiter und gehe nach hause.

Ich fand mein Praktikum sehr gut. Ich habe viel über Internetjournalismus gelernt. Wie man Quellen sucht, angibt und verlinkt. Wie man Bilder unter freien Lizenzen findet und was Creative Commons sind. Ich habe gelernt, dass das Internet völlig neue Wege der Kommunikation bietet, dass es dem Volk eine Stimme gibt, was man ja auch im mittleren Osten gemerkt hat.

Ich habe jedoch auch gelernt, dass es sehr viel Zeit und Geduld braucht um Leser zu bekommen, z.B. auf mein eigenes Blog.

Meine Kollegen waren sehr nett und haben mir immer geholfen. Leider hatten sie in der 2. Woche viel mit der re:publica zu tun und deshalb weniger Zeit für mich.

Ich hätte es schön gefunden mehr von dem Organisationsprozess der re:publica  mitzubekommen.

Am schönsten fand ich die angenehm entspannte Stimmung und dass immer Musik läuft.

Ich habe gelernt, dass man auch ohne Stress und Leistungsdruck viel auf die Beine stellen kann.

Alles in allem hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich habe Dinge gelernt, die ich nie in der Schule gelernt hätte.

Irak

Massen ströhmen auf den Tahrir Platzt in Baghdad.

Dabei hat der Irak bereits eine Demokratie. Doch Darghan Adnan sagte auf dem Tahrir Platz „We don’t want to change the government, because we elected them, but we want them to get to work!“ Ungefähr 5.000 Demonstranten stehen mit ihm dort und fordern bessere Versorgung mit Strom und Wasser und ein Ende der Vetternwirtschaft.

Die Demonstrationen waren bis jetzt weitgehen friedlich. Doch bei Straßenschlachten mit der Polizei in den Städten Mosul und Hawija kamen 7 Menschen ums Leben und beinahe 50 wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte stellen Betonwände auf um den Schauplatz von den schwerbesiedelten Teilen Baghdads abzutrennen. Die Demonstranten überwanden jedoch die Wände.

Und laufend kommen Neue. Und zwar wortwörtlich. Denn es wurde ein Fahrverbot in den irakischen Städten ausgerufen. Doch davon lassen sich die Demonstranten nicht abschrecken. „Ich habe 2 Stunden gebraucht, aber ich bin hergekommen, weil ich will, dass die Regierung die Situation verändert. “ sagt Shashef Shenshun, 48 Jahre alt und arbeitslos.

Die Menschen, die für heute ihren „Day of Rage“ über Facebook angekündigt hatten, sind der Meinung, dass die Einnahmen aus der Ölförderung nicht beim Volk ankommen. Sie wollen, dass der lokale Präsident seine Versprechen, die er vor der Wahl gemacht hat, einlöst. Sie wollen, dass er mehr Arbeitsplätze schafft, der öffentliche Dienst verbessert wird und die Korruption bekämpft wird.

Das Land versucht immer noch, 8 Jahre nach der Invasion der Amerikaner, wieder auf die Füße zu kommen.

 

 

Quellen:

Al-Jazeera

Jakarta Globe

„Fangt diese Ratten“

Was als Protest für mehr Freiheit begann endet jetzt, wie manche sagen, in einem Bürgerkrieg. Gaddafi hielt heute eine Rede an das libysche Volk in der er sagte, dass er nicht an der Gewalt schuld sei. Danach rief er seine Anhänger zu Gewalt gegen die Verräter des Landes auf.

Die Arme gehört jedoch nicht mehr zu seinen Anhängern. Sie unterstüzen die Demonstranten sogar mit schweren Waffen. Sie weigern sich auf ihre „Brüder und Schwestern“ zu schießen.

Da die Arme nicht mehr hinter ihm steht hat Gaddafi Söldner aus Afrika angeheuert. Diese beschießen jetzt die Demonstranten.

Die Situation wird von Journalisten als Bürgerkrieg bezeichnet. Es gibt aber nur sehr wenige unabhängige Berichte. Wir müssen uns vor erst auf Augenzeugenberichte und Aufnahmen von Handy-Kameras verlassen. Laut den Rebellen ist bereits ein Drittel des Landes nicht mehr unter Gaddafis Kontrolle. Und sie wollen gewaltsam in die Hauptstadt Tripoli eindringen. Menschrechtsorganisationen sprechen von hunderten Toten.  „Wir sind im einem Staat der Angst“ sagt eine Frau mit dem Pseudonym „Iman“ , welche mit ihrem 1 jährigen Kind in ihrer Wohnung sitzt und sich nicht auf die Straße traut.

Die Situation eskaliert. Gaddafi ist überzeugt, dass er als „Märtyrer“ sterben wird. Und er wird viele mit in den Tod reißen. Er wird bis zum letzten Mann kämpfen. Wir können nur hoffen, dass seine Männer zur Vernunft kommen und er allein dasteht.

 

 

„Nun geh doch endlich!!!“

Sogar Gaddafi´s ehemaliger Vertrauter sagte in dieser Nacht sagte: „Du siehst doch, dass dich das Volk nicht will, nun geh doch endlich“

Libysche Botschafter überall auf der Welt treten zurück und fordern das auch von Gaddafi. Es wird untersucht, ob Gaddafi Verbrechen gegen die Menschlichkeit verbrochen hat. Doch er tritt nicht zurück.

Er klammert sich mit aller Kraft an den Thron. Er setzt Flugzeugabwehrraketen, Kampfhubschrauber und scharfe Munition gegen friedliche Demonstranten ein. Söldner werden aus dem Ausland eingeflogen.

Und doch wird nur untersucht, ob er ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit verbrochen hat. Keiner der westlichen Politiker fordert direkt seinen Rücktritt. „Ich bin enttäuscht von Obama.“ sagt ein indischer Botschafter, der wegen der  völlig unangemessenen Gewalt zurücktrat.

Soldaten streiken. Sie wollen mit demonstrieren. Sie weigern sich ihre Mitbürger zu töten.

Es ist klar, dass Gaddafi nicht mehr lange regieren wird. Die einige Frage ist ob er selbst geht, oder raus geworfen wird.

Gaddafi:

„Ich wollte mit den jungen Leuten auf dem Grünen Platz (in der Innenstadt von Tripolis) reden und mit ihnen die Nacht verbringen, doch dann kam der gute Regen. Hiermit zeige ich: Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela. Hört nicht auf die Ansagen der streunenden Hunde!“

Quellen: Al-Jazeera

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